Zu viel um die Ohren, zu viele Aufgaben und Verpflichtungen können richtig überfordern. Bei einem dauerhaften Zustand der Überforderung können Beschwerden wie chronischer Stress, Gesundheitsprobleme, Krankheiten wie Depressionen oder ein Burnout eine böse Folge sein. In so einem Fall wird oft Hilfe zur Stressbewältigung angeboten. Aber was hilft, wenn es wirklich viel zu viel wird?

Zeitmanagement gehört definitiv zu den Faktoren, die einen positiven Einfluss auf die Stressreduktion haben. Damit verbindet man eine gute Planung sowie eine produktive und sinnvolle Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit. Die Zeit zu managen, wird einem selbst überlassen, beziehungsweise hat mit Selbstmanagement zu tun. Dazu gehört, sich selbst zu motivieren und organisieren. Dabei geht es auch um die Fähigkeit, die eigene Entwicklung – beruflich oder privat – weitgehend unabhängig von anderen Einflüssen zu gestalten. Das benötigt wiederum eine gute Prozessorientierung wie Abläufe entsprechend vorbereiten, strukturieren oder wenn möglich delegieren.

Stress bewältigen mit dem Eisenhower Prinzip

Das Eisenhower-Prinzip, auch Eisenhower-Methode genannt, hat seine Wurzel in einem Ereignis, als der ehemalige US-Präsident Dwight. D. Eisenhower im Jahr 1954 eine Rede hielt und den Satz zitierte: „I have two kinds of problems, the urgent and the important. The urgent are not important, and the important are never urgent.” Auf Deutsch: „Ich habe zwei Arten von Problemen, die dringenden und die wichtigen. Die dringenden sind nicht wichtig, und die wichtigen sind nie dringend.“

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Die Eisenhower-Methode berücksichtigt vier Prinzipien, nach denen die Aufgaben kategorisiert werden:

1. Wichtig und dringend: erledigen

Dies sind die Aufgaben mit der höchsten Priorität, die ohne Ausrede zu erledigen sind. Dazu gehören Arbeitsaufgaben, Projekte oder Kundenpflege. Also alles das, was Geld bringt und für die Existenz sorgt.

2. Wichtig und nicht dringend: terminieren

Dies sind die Aufgaben, die mit der Zeit zu richtigen Stress-Machern werden, wenn sie zu oft aufgeschoben werden. Diese Aufgaben sind zwar wichtig, aber weil sie eben nicht dringend sind, werden sie häufig vernachlässigt. Das sind zum Beispiel Lebenspläne, Weiterbildung, Geschäftsideen, Haushalt, Sport oder Erholung. Es sind also vor allem die Aufgaben, die einen im Leben weiterbringen, wachsen lassen und sich positiv auf verschiedene Lebensbereiche auswirken. Sie machen glücklich, gesund, halten fit, geben Energie und den Lebens-Kick.

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Zum Beispiel Sport: Er hat im Alltag keine Dringlichkeit, ist aber enorm wichtig. Wird er über Wochen, Monate oder Jahre nicht gemacht, kann das ernste Konsequenzen haben. Oder eine Fortbildung. Sie braucht im Alltag eine integrierte Zeitreserve, da ohne sie, die geplanten Ziele oder Träume nicht erreicht werden.

Zusammengefasst: Der Bereich - wichtig und nicht dringend - sollte so gut wie möglich in den Alltag eingeplant werden und systematisch für Zufriedenheit, Sicherheit und Fortschritt gemacht werden.

3. Nicht wichtig und dringend: delegieren

Im Beruf sind es einige Mails, Telefonate oder Anfragen von Kollegen. Also die Aufgaben, die eine Reaktion benötigen, jedoch wenig Priorität haben. Sie können oft während des Tages, am Ende oder erst in ein paar Tagen erledigt werden. Hierzu gehören auch die Tätigkeiten, die – falls möglich – auch an andere delegiert werden können. Ein Beispiel dafür ist der Haushalt, in dem Aufgaben an alle Bewohner verteilt oder auch an eine Haushaltshilfe übergeben werden.

4. Nicht wichtig und nicht dringend: entfernen

Sind die meisten „ungesunden Ablenkungen und Zeitfresser“ wie durch soziale Medien scrollen, im Internet surfen oder stundenlang chatten. Man kann diese Sachen zwar machen, jedoch um mehr Ordnung und Balance im Leben zu bekommen, sollten sie besser reduziert, ganz gelassen oder zumindest verschoben werden. Anstatt täglich Netflix zu schauen, kann man lieber einen Abend pro Woche dafür einplanen.

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Achtung Falle! Die Aufgaben unter 2. und 3. können für die Gesundheit ziemlich „gefährlich sein“. Sie benötigen Aufmerksamkeit und sollten nicht zu oft gestapelt, vernachlässigt oder aufgeschoben werden. Es sind genau die Sachen, die Stress, Überforderung, Frust, Depression oder Burnout verursachen. Das Eisenhower-Prinzip kann sehr gut im beruflichen, aber auch im privaten Leben angewendet werden. Die Zuordnung ist völlig frei und je nach Person sehr individuell.