Die Bilder von Punch gingen Anfang des Jahres um die Welt. Zu sehen war ein kleines Affenbaby im Ichikawa City Zoo in Japan, das sich an einen braunen Plüsch-Orang-Utan klammerte, weil seine Mutter es nach der Geburt nicht angenommen hatte. Das Bild eines Jungtiers, das Trost in einem Stofftier sucht, berührte Millionen Menschen.

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In den sozialen Netzwerken ist es um den kleinen Japanmakaken inzwischen ruhiger geworden. Im Zoo aber geht seine Geschichte weiter. Neue Updates aus Ichikawa werfen jetzt die Frage auf, wie es dem kleinen Affen heute geht.

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Ichikawa City Zoo gibt Update: Punch findet langsam Anschluss

Punch, der inzwischen sieben Monate alt ist, findet offenbar langsam Anschluss an seine Gruppe. Sein Pfleger Shunpei Miyakoshi sagte bei einem Besuch von „CNN“, das Affenbaby knüpfe neue soziale Kontakte und sei nicht mehr so stark auf das Plüschtier angewiesen wie noch vor einigen Monaten. „Jetzt kommuniziert er mit den anderen Affen, und es ist schön zu sehen, wie er diese Entwicklungsschritte macht“, sagte Miyakoshi.

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Tatsächlich wirkt Punch heute weniger isoliert als noch zu Beginn. Nach Angaben seines Pflegers spielt er inzwischen mit anderen Affen, sucht ihre Nähe und wird nicht mehr nur abgedrängt. Das ist ein deutlicher Kontrast zu den frühen Videos, in denen zu sehen war, wie ältere Tiere ihn zu Boden drückten, verjagten oder grob behandelten. Für viele wirkte das damals wie Ausgrenzung.

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Japanmakake Punch: Was der Zoo zu den umstrittenen Videos sagt

Zugleich betont Tierpfleger Miyakoshi, dass die Szenen, die weltweit Empörung und Sorge ausgelöst hatten, aus Sicht des Zoos kein Hinweis auf akute Gefahr seien. Vielmehr, so stellt es der Zoo dar, handle es sich um einen harten, aber normalen Sozialisierungsprozess. Was von außen brutal wirke, gehöre für einen jungen Makaken zum Erwachsenwerden.

Japanmakaken leben in Gruppen mit einer festen Rangordnung. Wer in dieser Gruppe welchen Platz einnimmt, wird nicht sanft ausgehandelt, sondern oft körperlich deutlich gemacht. Laut Miyakoshi versuchen die anderen Affen auf diese Weise, Punch die Regeln ihrer Gemeinschaft beizubringen. „Japanmakaken sind eher körperlich, weil sie – anders als Menschen – keine Sprache erlernen“, sagte er. Würden die Tiere Punch tatsächlich ernsthaft verletzen wollen, würden sie deutlich aggressiver reagieren. Zugleich betonte der Pfleger, die vielfach geteilten Videos zeigten nur wenige Minuten aus dem Alltag des Jungtiers, nicht seinen gesamten Tagesverlauf.

Ganz ohne Spannungen verläuft dieser Prozess allerdings offenbar nicht. Nach Angaben des Zoos wurden Anfang des Monats einige ranghöhere Tiere, die wiederholt aggressiv aufgetreten sein sollen, vorübergehend aus dem Gehege genommen.

Affenbaby Punch und sein Plüschtier: Trostspender bleibt weiter wichtig

Trotz aller Fortschritte ist Punch noch nicht vollständig in die Gruppe integriert. Bei einem jüngeren Besuch von „CNN“ verbrachte er nach Angaben des Senders einen Großteil der Zeit allein. Auch in neueren Clips, die gelegentlich in sozialen Medien auftauchen, sind weitere schwierige Momente zu sehen.

In einem dieser Videos wird Punch von einem älteren Affen zu Boden gerungen. Kurz darauf läuft er panisch zu seinem Plüsch-Orang-Utan zurück. Ganz abgelegt hat er diesen Ersatz also bislang nicht. Wie Miyakoshi „CNN“ sagte, benutze Punch das Stofftier weiterhin dann, „wenn er das Gefühl hat, dass er es braucht“ – etwa beim Einschlafen oder nachdem ein erwachsener Affe ihn zurechtgewiesen habe. Dann ziehe er sich dorthin zurück, um sich zu beruhigen. „Er gibt sein Bestes, um zu wachsen, und lernt aus diesen frühen Erfahrungen“, sagte der Tierpfleger.