Diese Bilder eines kleinen Affen bewegen gerade Millionen Menschen. Punch, ein sechs Monate altes Makaken-Baby, sitzt in einem Zoo in Japan und kuschelt mit einem Plüschtier. Das Äffchen ist in den letzten Tagen zu einem wahren Social-Media-Star geworden – doch hinter den Bildern steckt eine traurige Geschichte.

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Seine Mutter hat Punch während einer Hitzewelle im vergangenen Sommer verstoßen, berichtet unter anderem die „Deutsche Welle“. Über Monate waren Menschen der einzige Sozialkontakt von Punch, bis es Zeit war, ihn in das Affengehege des Zoos von Ichikawa, am Rand von Tokio, zu entlassen.
So eine Wiedereingliederung kann brutal verlaufen, denn Makaken leben in einer strengen Hierarchie, und Jungtiere erlernen das soziale Zusammenspiel üblicherweise von ihren Müttern. Ohne eine Lehrerin tat sich Punch sichtlich schwer, Anschluss an die Gruppe zu finden. Videos zeigten, wie der kleine Affe immer wieder versuchte, Kontakt zu älteren Tieren aufzunehmen. Aber vergeblich, Punch wurde ignoriert, übergangen, verjagt.
Plüschaffe wird zur Rettung für Punch
Verzweifelt suchten die Tierpfleger nach einem Ersatz. Handtücher und Spielzeuge, nichts wollte dem einsamen Affen gefallen. Dabei ist das Festhalten für die Jungtiere sehr wichtig: Es trainiert die Muskeln und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Dann probierten sie es mit einem Plüsch-Orang-Utan von Ikea – und Punch griff zu.
„Das Plüschtier hat ziemlich langes Fell und kann leicht festgehalten werden“, sagte Koskuke Shikano der „Deutschen Welle“. „Außerdem sieht es wie ein Affe aus.“ Die Pfleger dachten, das könnte Punch später dabei helfen, sich in die Affenhorde zu integrieren. Die Hoffnung war, dass Punch das Spielzeug einmal nicht mehr brauchen würde.

Die Bilder und Videos von der ungleichen Freundschaft gingen schnell um die Welt. Mehr als 30 Millionen Mal wurden sie bereits geklickt, bei Instagram und TikTok. Selbst das Möbelhaus Ikea spürt den Effekt. Die Schweden meldeten einen Anstieg der Verkaufszahlen des Spielzeugaffen, vor allem in Südkorea, Japan und den USA. Selbst Late-Night-Talker Stephen Colbert ist auf die Geschichte schon aufmerksam geworden.
🐵 The touching story of Punch the monkey at Ichikawa City Zoo!
— The Golden Mask (@maskedoccult) 17. Februar 2026
Abandoned right after birth, this baby macaque was hand-raised by keepers. When he joined the troop he struggled to fit in, so they gave him a big stuffed orangutan toy.
Punch now carries it everywhere, hugs it… pic.twitter.com/V9i6bpE7aI
Menschen machten sich große Sorgen um Punch
Einige der Videos sind dabei recht schwer zu verdauen: Eines etwa zeigt, wie Punch seinen leblosen Kameraden dazu bringen will, ihn zu umarmen. In anderen scheint es, als würde Punch von seinen Artgenossen regelrecht gemobbt, was zu Empörung bei einigen Usern führte und den Zoo zu einem Statement veranlasste, in dem er erklärte: Alles normal, Punch sei „sehr resilient und erholt sich rasant“. Das Verhalten der Affen sei nichts, was man einfach so für traurig halten müsse.

Seine Beharrlichkeit hat sich für Punch bezahlt gemacht. Zuletzt waren bei Social Media neue Aufnahmen des tapferen Äffchens zu sehen – in inniger Umarmung mit einem älteren Makaken aus seiner Horde.





