Zwei Tage nach dem besiegelten Abstieg in die Oberliga zieht der Wuppertaler SV die erste personelle Konsequenz: Cheftrainer Mike Wunderlich muss gehen. Der Verein bestätigte die Trennung am Montag. Man bedanke sich „ausdrücklich für seinen Einsatz in einer sportlich herausfordernden Phase“, heißt es in der Vereinsmitteilung. Wunderlich habe „Verantwortung übernommen und den Verein mit großem Engagement unterstützt.“
Nur ein Sieg in 16 Spielen – Wunderlichs WSV-Bilanz ist verheerend
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Unter Wunderlichs Regie holte der WSV in 16 Regionalliga-Partien lediglich einen einzigen Sieg – ein 1:0 gegen die U 21 des 1. FC Köln. Der Punkteschnitt von 0,56 Zählern pro Spiel war für den Klassenerhalt nicht genug.
Wunderlich war erst Anfang Januar als Nachfolger von Sebastian Tyrala nach Wuppertal gekommen. Zuvor trainierte der 40-Jährige den Sechstligisten Ahrweiler BC. Sein Auftrag war klar: den WSV in der Regionalliga halten. Diese Mission ist gescheitert.
Mike Wunderlich haderte selbst mit der Bilanz
Bitter aus Sicht des Trainers: In den letzten Wochen hatte sich die Mannschaft gesteigert – Unentschieden gegen Rot-Weiß Oberhausen, Gütersloh und Fortuna Düsseldorf II. „Ich bin mir sicher, dass wir den Klassenverbleib souverän erreicht hätten, wenn wir während der gesamten Rückserie so aufgetreten wären“, sagte Wunderlich noch vor dem letzten Spieltag. „Leider hilft uns das jetzt nicht mehr.“
Am Ende kam das Erwachen zu spät. Das 0:1 gegen den Bonner SC am letzten Spieltag – trotz Überzahl in der gesamten zweiten Halbzeit – besiegelte den zweiten Absturz in die fünfte Liga nach 2013.
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So geht es beim WSV weiter
Der Verein arbeitet laut eigener Aussage „intensiv an der zukünftigen sportlichen Ausrichtung“ und will zeitnah einen Nachfolger präsentieren. Ziel sei es, „mit neuen Impulsen die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung“ zu schaffen.
Der Verwaltungsrat hatte bereits vor dem letzten Spieltag eine komplette Neuaufstellung angekündigt – „organisatorisch, wirtschaftlich und sportlich.“ Für den ehemaligen Bundesligisten beginnt nach einer sportlich enttäuschenden Saison der Neuaufbau – in der fünften Liga.




