Zusammenfassung

  • Die Nachtigallbrücke in Witten ist überraschend für Fußgänger und Radfahrer gesperrt worden.
  • Grund dafür sind Bauarbeiten für das IGA-Projekt „Tor zum Ruhrtal“, weshalb auch einige Parkplätze auf der Nachtigallstraße wegfallen.
  • Die Sperrung und Einschränkungen sollen bis Ende des Jahres andauern; es gibt eine ausgeschilderte Umleitung über die Ruhrbrücke.

„Wunder gibt es immer wieder“, trällerte Schlager-Star Katja Ebstein einst. Sie katapultierte das Lied 1970 beim Grand Prix Eurovision auf Platz 3. Ebsteins Botschaft ist aktuell geblieben. So hatten Wittens Bürgermeister Dirk Leistner und Kulturforumschefin Jasmin Vogel jüngst angedeutet, bis zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) im Ruhrtal 2027 könne womöglich nicht jede Baumaßnahme abgeschlossen sein. So werde das Besucherzentrum des Industriemuseums Zeche Nachtigall erst nach der IGA 2028 fertig. Und nun dies: Die Nachtigallbrücke ist kurzfristig für Fußgänger und Radfahrer gesperrt worden. Der Grund dafür grenzt an ein Wunder.

Hannsjörg Frank ist Vorsitzender des Vereins Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn. Der Mittsechziger sieht in seinem Museum in Bommern nahezu täglich nach dem Rechten. Am Dienstagmorgen (28.7.) staunte er nicht schlecht: „Nachtigallbrücke gesperrt und halber Parkplatz Nachtigallstraße abgesperrt“, schrieb er der Redaktion per Whatsapp, um erstaunt die Frage nachzuschieben: „Was ist hier los?“

Umleitung für Fahrradverkehr in Witten

Die Antwort hat Stadtsprecherin Heinke Liere. Sie bestätigte die Sperrung der Brücke und die vorerst nur eingeschränkte Nutzbarkeit des nahen Parkplatzes auf der Bommeraner Seite des Ruhrufers. Auf einem Teil des Parkplatzes stehen vorerst Container einer Baufirma. Dieser Tage laufen demnach im Rahmen der IGA Vorarbeiten für das „Tor zum Ruhrtal“ und die Wegeverbindung zum Muttental. Busse und Pkw können, wie Liere betonte, nach wie vor auf dem Parkplatz abgestellt werden. Nur die Zahl der Stellplätze sei geringer.

Spektakulär muten diese roten Stahlbögen an, die den künftigen Weg ins Muttental vom Ruhrdeich zur Nachtigallbrücke markieren. Sie sollen an einen alten Bergbauschacht erinnern.
Spektakulär muten diese roten Stahlbögen an, die den künftigen Weg ins Muttental vom Wittener Ruhrdeich zur Nachtigallbrücke markieren. Vorarbeiten haben inzwischen begonnen.© Die Planergruppe, Essen | Die Planergruppe, Essen

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Eigentlich sollte der Baustart für das IGA-Projekt Muttental erst nach den Sommerferien, im September, erfolgen. „Doch die Baufirma hatte kurzfristig Kapazitäten frei. Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant“, so Liere. Radfahrer, die die Ruhr zwischen Bommern und den Deutschen Edelstahlwerken queren wollen, müssen sich bis dahin auf eine Umleitung über die Ruhrbrücke in Bommern einstellen. Die Ausschilderung sei in Arbeit: „Manchmal“, fügte sie augenzwinkernd hinzu, „sind wir fix.“ Wunder gibt es immer wieder.