Zusammenfassung
- Bistrowaggon auf Zeche Nachtigall bei gutem Wetter bestens besucht
- Wenn das neue Besucherzentrum gebaut wird, will Gabrijel Grbavac dorthin wechseln
- Ein Pott Kaffee kostet bei ihm 2,50 Euro
Ein der besseres Wetter hätte sich Gabrijel Grbavac zum Saisonstart nicht wünschen können. Mit viel Sonne ist die Eisenbahn-Gastronomie auf Zeche Nachtigall in Witten zurückgekehrt. Dass irgendwann ein schönes neues Besucherzentrum die halbprovisorische Gastro aus dem Eisenbahnwaggon heraus ersetzen soll, beunruhigt den 48-Jährigen nicht.

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„Dann gehe ich mit rüber“, sagt der seit Juli 2024 auf Zeche Nachtigall tätige Gastronom, während er Kaffee macht, Mineralwasser aus einem der großen Kühlschränke fischt und Käsekuchen schneidet. Zumal das „dann“ noch ziemlich lange hin ist. Vor nächstem Jahr ist mit einem Baubeginn für das ursprüngliche IGA-Leuchtturmprojekt nicht zu rechnen. Das heißt, bis Besucher in dem Nachtigall-Neubau verköstigt werden, dürften noch mindestens zwei, wenn nicht mehr Jahre ins Land gehen.
Außenterrasse mit Tischen und sogar ein paar Liegestühlen
Solange gibt‘s Grillwürstchen und Torte, kalte und warme Getränke im „Bordbistro“ gleich im Eingangsbereich des Museumsgeländes. Die Preise bleiben zur neuen Saison moderat. Den Pott Kaffee gibt es zum Beispiel für 2,50 Euro, Pils oder Radler (0,5 Liter) für 3,50 Euro, nicht Alkoholisches wie Wasser (0,3 Liter) für drei Euro. Auf der vergrößerten Terrasse vor den Waggons kann man es sich bequem machen. Dort stehen sogar ein paar Liegestühle. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Vom Muttental ziehen wir weiter in Richtung Kemnader See. Übersetzen können wir am Hardenstein-Anleger allerdings noch nicht. Die Fähre liegt noch fest vertaut gegenüber am anderen Ufer. Etwas Geduld brauchen auch noch die Fans des Schleusenwärterhäuschens, während das Zollhaus an der Lakebrücke bereits geöffnet ist. Am See stehen bei dem schönen Wetter inzwischen die ersten Eiswagen im Hafen Heveney. Trotz einer Erhöhung um zehn Cent ist die Kugel mit 1,50 Euro vergleichsweise noch recht günstig, zumindest an jenem Wochen, der dort zum Wochenanfang platziert war. Sahne kommt mit 1,50 Euro natürlich noch mal extra.
Haus Oveney: Mehrwertsteuer-Senkung verhindert höhere Preise auf Speisen
„Minimal“ habe man die Preise bei den Getränken angehoben, heißt es in Haus Oveney, neben dem Freizeitbad Heveney mit der „Kemnade Lounge“ eine der beiden großen See-Gastronomien. Beim Essen sei alles beim Alten geblieben, was Oveney-Chefin Anne Behrenbeck durchaus hervorhebt. Sie weist damit gleichzeitig den Vorwurf zurück, von der Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen komme bei den Gästen in der Gastronomie nichts an. Soll heißen: Aufgrund der allgemein gestiegenen Preise hätte man sonst auch hier erhöhen müssen. „Das konnten wir durch die Steuersenkung auffangen.“

Die Pavillon-Kioske am See öffnen teilweise erst zum Wochenende, einige sind aber auch schon unter der Woche offen, zum Beispiel die „Heineken“-Bude mit den vielen Bänken am Bootshaus Gibraltar. Auch dort werfen wir einen Blick auf die Preise: Wasser und andere nicht alkoholische Getränke kosten drei Euro (0,3 Liter), Pils oder Radler (0,3 Liter) vier Euro, ein Cappuccino vier Euro, die Bratwurst im Brötchen fünf.
Eigene Toilettenfrau für „Heineken“-Bude am Kemnader See
Neu ist die nette Toiletten-Frau, die das öffentliche WC unten im großen Steinhaus sauber hält. Gäste bekommen einen Chip an der „Heineken“-Bude, Durchreisende ohne Aufenthalt mit Speis und Trank zahlen einen Euro. Die Dame kann wechseln und schenkt uns noch dazu ein Lachen.





