Wittens kommunales Sozialunternehmen Wabe reagiert auf das ungewöhnlich warme Herbstwetter. Geschäftsführer Mark Kohlberger will die Saison für das Schleusenwärterhaus und die Ruhrfähre in Witten „bis zum ersten Frost“ verlängern. Zudem hat er weitere Pläne.

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Der Fährbetrieb wurde in früheren Jahren stets Ende Oktober beendet. Parallel dazu wurde zu diesem Zeitpunkt auch das Schleusenwärterhaus mit seiner Außengastronomie geschlossen. Das soll sich jetzt ändern. „Wir hoffen, dass wir vielleicht sogar bis Anfang Dezember fahren können“, kündigt Kohlberger an. „Wir wollen so lange fahren wie möglich. Wir wollen im nächsten Jahr, wenn’s geht, sogar im Februar starten. Es geht uns darum, dass wir eine möglichst kurze Ausfallzeit haben.“
Fähre „Hardenstein“ pendelt länger zwischen Heven und Bommern
So lange die Fähre „Hardenstein“ zwischen Heven und Bommern pendelt, soll auch das Schleusenwärterhaus geöffnet sein. Ausgenommen sind lediglich Tage mit schlechtem Wetter. In diesen Fällen würde die Wabe aufs nahe Zollhaus verweisen, das auch bewirtschaftete Innenräume verfügt. „Man kann“, wirbt Kohlberger für das Gebäude, „drin richtig toll sitzen und auf die Ruhr gucken.“

Hintergrund von Kohlbergers Überlegungen ist die Tatsache, dass im November wie im Februar im Durchschnitt deutlich höhere Temperaturen als im langjährigen Mittel zu erwarten sind. Bei trockenem Wetter mit milden Temperaturen ist Wittens Kulturzone zwischen Schleusenwärterhaus, Zeche Nachtigall und Muttental ein beliebtes Naherholungsgebiet.
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Das Bethaus der Bergleute im Muttental ist indes inzwischen geschlossen. Mit der ersten Saison nach umfänglicher Sanierung zeigt sich Kohlberger zufrieden – auch wenn er glaubt, dass ein Sommer mit mehr Sonnentagen der Bilanz gut getan hätte. „Es war auskömmlich“, sagt er mit Blick auf den reinen Gastro-Betrieb. Eine Refinanzierung der Sanierungskosten in Höhe von 35.000 Euro sei mit dem Gewinn jedoch nicht möglich.
So kann Wittens Bethaus auch im Winter genutzt werden
Dasselbe gilt für das Schleusenwärterhaus. Auch wenn die Sanierung der Hochwasserschäden vom 14. Huli 2021 mit Fördergeldern unterstützt worden sei, sei der Wabe der Restbetrag von 84.000 Euro geblieben. Für die Fans des Bethauses hat Kohlberger eine gute Nachricht. Die Räume können für private Gesellschaften gemietet werden – und zwar „zu einem fairen Preis“.





