• Verdi ruft Freitag und Samstag zu Warnstreik bei Bus und Bahn
  • Auch der Schülerverkehr in Witten ist betroffen
  • Pendlern bilden Fahrgemeinschaften

Diesmal kommt es ganz dicke. Bus und Straßenbahn fallen gleich an zwei Tagen aus. Stell dir vor, es ist Warnstreik und alle gehen hin. Mehr als 2000 Beschäftigte der Bogestra und Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr (VER) sind am Freitag und Samstag (27./28.2.) zum Ausstand im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen.

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Das bedeutet für Witten: Kaum ein Bus fährt, ebenso wenig die Straßenbahn. Vermutlich sind wieder nur zwei Linien unterwegs, die von Subunternehmern beziehungsweise der Deutschen Bahn bedient werden: der SB 38 von Hattingen über Witten nach Gevelsberg und Ennepetal sowie der 592er nach Wetter.

Pendler und Schülerverkehr in Witten betroffen

Für Pendler und Schulkinder bedeutet das Stress. Wie kommen sie jetzt zur Arbeit oder zur Schule? Fein raus sind die, die ein Auto haben. Elterntaxis dürften am Freitag verstärkt zu sehen sein. Berufstätige ohne Pkw müssen sich ebenfalls eine Fahrgemeinschaft suchen oder - wenn möglich - aufs Fahrrad umsteigen. Innerorts könnte man vielleicht auch laufen. Ganz wichtig: Der Zugverkehr ist nicht betroffen.

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Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde Anfang März erhöhen. Es geht vor allem um den Manteltarifvertrag, der zum Beispiel die Arbeitszeit regelt.

Verdi: Kolleginnen und Kollegen brauchen eine spürbare Entlastung

„Die Beschäftigten im Nahverkehr arbeiten seit Jahren an der Belastungsgrenze. Ohne deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen wird sich der Personalmangel weiter zuspitzen – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Fahrgäste und das Angebot“, sagt Michael Schnippering, Verdi-Geschäftsführer im Bezirk Südwestfalen. „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen endlich eine spürbare Entlastung.“ Nun seien die Arbeitgeber am Zug. „Für die nächste Verhandlungsrunde erwarten wir ein Angebot, das diesen Namen verdient.“

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Verdi fordert vor allem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, von 39 auf 37 Stunden, elfstündige Ruhezeiten zwischen den Schichten und 40 Prozent Sonntagszuschlag. Es geht diesmal nicht um Löhne und Gehälter, die sind an den Tarif im öffentlichen Dienst gekoppelt. Geld für ein teures Taxi dürften die vom Streik betroffenen Arbeitnehmer allerdings nicht haben.