Im öffentlichen Nahverkehr steht am Montag (2.2) das Leben vielerorts still. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Warnstreik angekündigt. Der betrifft auch Hattingen und Sprockhövel, denn unter anderem sind Mitarbeiter von Bogestra und VER zum Streik aufgerufen.
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Der Warnstreik soll den gesamten Tag dauern - vom Beginn der Frühschicht am Montag (2.2.) bis zum Ende der Spätschicht in der Nacht zum Dienstag (3.2.). „In dieser Zeit ist mit einem umfänglichen Betriebsausfall im Bus- und Bahnverkehr zu rechnen“, so heißt es von der Gewerkschaft.
Die Belastung im Nahverkehr ist längst an die Grenzen gekommen.
Michael Schnippering, Verdi-Bezirksgeschäftsführer
Wichtig für alle Pendler: S-Bahnen und Regionalbahnen sind von dem Streik nicht betroffen.
Warum wird gestreikt?
„Die Belastung im Nahverkehr ist längst an die Grenzen gekommen“, betont Verdi-Bezirksgeschäftsführer Michael Schnippering. „Ohne deutliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen werden wir den Personalmangel nicht bewältigen. Ein zukunftsfähiger ÖPNV braucht attraktive Jobs – und dafür müssen die Arbeitgeber die Verantwortung übernehmen.“ Aus Sicht der Gewerkschaft werde bisher aber „nur mit Gegenforderungen gedroht“, statt ein Angebot zu unterbreiten.
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Patrick Steinbach, Vertrauensleutesprecher der Bogestra berichtet: „Kein Angebot in der ersten Runde sind wir bereits gewohnt. Das Unverständnis der Arbeitgeber gegenüber der alltäglichen Belastung unserer Beschäftigten macht aber sprachlos. Die Personalnot ist überall spürbar und nimmt weiter zu.“
Was fordern die Beschäftigten?
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW), die am 21. Januar 2026 in der ersten Verhandlungsrunde in Köln ergebnislos beendet wurden. In NRW fordern die Beschäftigten einen deutlichen Fokus auf Entlastung durch mehr Zeit:

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• Die wöchentliche Arbeitszeit ist bei vollem Lohnausgleich zu kürzen
• Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten beträgt mindestens 11 Stunden
• Der Zuschlag für Arbeit am Sonntag beträgt mindestens 40 Prozent
• Der Geltungsbereich wird auf kurzfristig Beschäftigte/Minijobs ausgeweitet
• Die Laufzeit beträgt 24 Monate, verhandelt wird der Manteltarifvertrag.
Fahren überhaupt Busse oder Alternativen?
Die VER und Bogestra kündigen bereits am Freitag an, dass im gesamten Betriebsgebiet am Montag keine Busfahrten angeboten werden. „Auch Fahrten, die durch Fremdunternehmen im Auftrag der VER durchgeführt werden, entfallen am genannten Tag. Die alternativen Bedienungsformen wie der FluxFux, das AnrufSammelTaxi und der TaxiBus sind ebenfalls von den Streikausfällen betroffen“, so Sandra Bruns für die VER.
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Aufgrund des Warnstreiks seitens der Gewerkschaft entfalle sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen. Es kann zudem zu Einschränkungen in den VER-KundenCentern kommen, kündigt das Unternehmen an. Die Center der Bogestra bleiben ganz geschlossen. Informationen erhalten Kunden auch am 2. Februar 2026 unter der Service-Nummer 0800 6 50 40 30 (gebührenfrei aus allen deutschen Netzen).
Ruhrbahn und WSW bedienen Teilstrecken in Hattingen und Sprockhövel. Auch hier wird voraussichtlich nichts fahren.









