Ein Anwohner aus Vormholz beklagt Probleme bei Bauarbeiten für Glasfaserkabel. Der Bürgersteig, schrieb Thomas Biskup bei Facebook, sei unnötigerweise nach Beendigung der Bauarbeiten in der Straße „Zu den Tannen“ wieder aufgerissen worden.

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Nach Angaben Biskups hatte man die Maßnahme in der Siedlung nicht angekündigt. Autos von Anwohnern hätten deshalb nicht mehr umgeparkt werden können. Der Herbeder spricht von einem „Schildbürgerstreich“. Fälle wie diese, ergaben Recherchen der Redaktion, kommen offenbar immer wieder vor.
Westnetz macht in Witten-Vormholz Probleme mit Boden geltend
Stadtsprecherin Lena Küçük bestätigt den Vorfall in Vormholz. In der Straße „Zu den Tannen“ habe der Bauhof – wie an vielen anderen Stellen in Witten – das Ergebnis der Glasfaserverlegung per Probe kontrolliert. „Schließlich gelten für jeden Aufbruch, den die Stadt genehmigt, Richtlinien der Wiederherstellung. Und zwar nicht nur an der Oberfläche, sondern auch und insbesondere darunter.“ In der Straße „Zu den Tannen“ habe man die Abnahme verweigern müssen. Derlei Vorfälle gebe es „leider an einigen Stellen“ im Stadtgebiet. Es geht vor allem um die Art und Weise, ob aufgerissene Straßen fachgerecht wieder hergestellt werden. Schäden an Gehwegen oder Straßen nach dem Glasfaserausbau führen, wie es heißt, oft zu Verärgerung.

Für die Glasfaserverlegung in Vormholz zeichnet Westnetz verantwortlich. Bei regelmäßigen Qualitätskontrollen vor Ort sei festgestellt worden, dass der Boden in einzelnen Bereichen der Straße „Zu den Tannen“ stärker als erwartet „verlehmt“ gewesen sei, sagt Sprecherin Sarah Meywirth . Daher habe der Untergrund nicht die gewünschte Tragfähigkeit erreicht und für eine dauerhafte Nutzung nachgebessert werden müssen. „Auch in weiteren Straßenzügen – etwa in der Karl-Legien-Straße oder Am Huchtert – wurden im Zuge der Kontrollen punktuell Optimierungsmöglichkeiten erkannt.“ Dort werde ebenfalls „aktuell schrittweise“ nachgebessert.
Westnetz will sich bei Bauarbeiten besser mit Subunternehmen absprechen
Welche Konsequenz hat Westnetz für ähnliche Fälle gezogen? Meywirth beteuert, Qualität habe für das Unternehmen höchste Priorität. Bei Überprüfungen vor Ort würden Auffälligkeiten unmittelbar behoben. Zugleich lässt sie durchblicken, dass die Verständigung mit Subunternehmen nicht immer optimal laufe. Westnetz habe aber reagiert. Abstimmung und Kommunikation mit den beteiligten Baupartnern seien weiter intensiviert worden, um alle Verfahrensschritte „künftig noch enger zu begleiten“.
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Stadtsprecherin Lena Küçük ist es wichtig, dass öffentliche Baumaßnahmen von der Bevölkerung akzeptiert werden. „Dass die Stadt darauf achtet, dass unter der Decke nicht gefudelt wird, empfinden die Menschen hoffentlich als richtig.“
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