Zusammenfassung
- Husten und Halsweh: Etliche Wittener sind gerade krankgeschrieben.
- Ein Wittener Arzt sieht das Corona-Virus erneut auf dem Vormarsch.
- Trotz Impfung ist die Krankheit für manche Patienten nach wie vor gefährlich.
Schon der Blick aus dem Fenster lässt uns derzeit frösteln: Es ist grau und nieselig. Herbst eben. Damit steigt die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen. Über sieben Millionen Menschen in Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut betroffen. Auch in Witten nimmt die Erkältungswelle nicht erst Fahrt auf. „Wir sind mittendrin“, sagt Ärztesprecher Dr. Arne Meinshausen. Oft handele es sich sogar um Corona-Infektionen. Die Grippe dagegen lässt noch auf sich warten.

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Halsschmerzen, trockener Husten und Gliederschmerzen sind laut Meinshausen derzeit die häufigsten Symptome - egal, ob bei Erkältung oder Corona. Das Virus verschont uns also weiterhin nicht. „Aber es wird immer ungefährlicher“, so der Herbeder Mediziner. „Die Verläufe sind in der Regel leicht.“ Rund 20 bis 30 Prozent der Patienten in der Hausarztpraxis im Rathaus der Medizin hätten nachgewiesenermaßen Corona. Doch die Dunkelziffer sei hoch, weil sich die meisten eben nicht testen. Warum Betroffene dies trotz leichter Symptome tun sollten, ist für Meinshausen ganz klar: „Für die anderen ist das wichtig zu wissen.“
Wittener Praxis setzt bei Infekten weiter auf Masken
Denn Corona sei nach wie vor sehr ansteckend. Geruchsstörungen und Nervenschädigungen können weiterhin auftreten. Deshalb müssen alle Infektpatienten in der Herbeder Praxis eine Maske tragen. Wer keine griffbereit hat, bekommt sie an der Rezeption ausgehändigt. Auch das Personal geht auf Nummer sicher und setzt im Umgang mit Betroffenen den Mundschutz auf. Getestet wird aber in der Praxis längst nicht mehr. Meinshausen: „Die Kosten kriegen wir nicht erstattet.“
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Auch wer bisher von Corona verschont blieb, den kann es jetzt durchaus treffen. Wie das alte Paar, das neulich zu ihm in die Praxis kam. Der Arzt rät allen Gesunden daher schon jetzt zur Kombi-Impfung gegen Corona und Grippe. Wer sich dennoch nur gegen Grippe impfen lassen möchte, der könne noch bis Ende Oktober warten. „Aber wann die Grippe wirklich kommt, weiß keiner.“
Wittener Apothekerin empfiehlt Impfung gegen Grippe und Corona
Im vorigen Winter gab es im Ennepe-Ruhr-Kreis eine besonders starke Grippewelle mit vielen Erkrankten, erinnert sich Dorothe Werner, Sprecherin der Apothekerschaft in Witten. Sie empfiehlt ebenfalls eine Kombi-Impfung gegen Grippe und Covid-19, weil sie den Viren Einhalt gebieten oder zumindest die Verläufe der Erkrankungen abmildern kann. Den Piks zu bekommen, sei nicht nur beim Arzt, sondern auch in einigen Apotheken im EN-Kreis möglich - und weniger unangenehm als eine Grippe, die mit Fieber, Frösteln, und einem enormen Schwächegefühl einhergeht.

Werner: „Eine Grippe ist auch von den Symptomen her etwas ganz anderes als eine lästige Erkältung und nicht ohne für den gesamten Körper“, betont Apothekerin Werner. „Eine Impfung kann die Wahrscheinlichkeit schwer zu erkranken deutlich reduzieren.“ Das gilt auch für das Corona-Virus.
EN-Kreis: Covid ist weiterhin meldepflichtig
Aktuell breitet sich die sogenannte „Stratus“-Variante aus. Und auch, wenn es kaum einer noch macht: „Covid ist weiterhin eine meldepflichtige Erkrankung“, erklärt Kreissprecher Ingo Niemann. Meldungen werden daher noch nachgehalten. Immerhin 85 waren es bislang im September.
Doch egal ob Erkältung, Corona oder Grippe: „Wichtig ist es, den Körper zu schonen, dann kann er sich am besten erholen“, so Mediziner Meinshausen. Auch gegen die Einnahme von Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuporofen spreche nichts: „Keiner muss leiden.“
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