Zusammenfassung

  • Ein Katzenbaby wurde im Müll am Wertstoffzentrum in Witten gefunden und konnte trotz Rettungsversuchen nicht überleben.
  • Der Vorfall löste Empörung und Diskussionen über Tiermisshandlung auf Facebook aus, wobei viele Nutzer ihre Bestürzung und Dankbarkeit gegenüber den Rettern äußerten.
  • Solche Funde sind leider keine Seltenheit, und die Mitarbeiter des Müllentsorgers AHE haben ein Gespür für das Auffinden von Tieren im Müll entwickelt.

Dieser Fund war kein leichter für die Mitarbeiter des Müllentsorgers AHE. Am Mittwoch, 1. Oktober, ist ein Baggerfahrer beim Zusammenkehren des Mülls am Wertstoffzentrum in Witten auf ein Katzenbaby gestoßen. Das Kätzchen wurde offensichtlich einfach im Restmüll entsorgt.

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Gegen Mittag wurde Ceylan Blome, Assistentin der AHE-Geschäftsführung, von einer Mitarbeiterin angerufen. „Kannst Du dir vorstellen, was wieder passiert ist?“, habe die Mitarbeiterin Blome gefragt. Das Katzenbaby wurde mitten im Müll gefunden. Da der Müllwagen zuvor wohl schon zwei bis drei Stunden unterwegs war, sei das Tier in einem entsprechend schlechten Zustand und völlig zerzaust gewesen.

AHE alarmiert sofort das Wittener Tierheim

„Wir haben deshalb sofort das Tierheim alarmiert“, sagt Blome. Das Kätzchen sei direkt abgeholt worden. Leider gibt es aber kein Happy End. „Wir sind noch am selben Tag mit dem Katzenbaby zum Tierarzt gefahren. Leider konnte sie nur noch von ihrem Leid erlöst werden“, schreibt eine Mitarbeiterin des Tierheims unter dem entsprechenden Facebook-Eintrag der AHE. Die weiteren Kommentare unter dem Beitrag sind dementsprechend.

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„Wie herzlos können Menschen sein?“, fragt eine Userin. Ein weiterer Facebook-Nutzer schreibt: „Sowas von asozial, so eine Maus in den Müll zu entsorgen.“ Userin Sabine findet klare Worte: „Demjenigen, der das Kätzchen entsorgt hat, wünsche ich, dass Karma hoffentlich bald zurückschlägt.“ Petra zu diesem schlimmen Vorfall: „Danke für diese Rettung. Und danke, dass ihr so aufmerksam seid. Traurig, dass es Monster gibt, die sowas tun.“ Ann-Kathrin stellt die richtige Frage. „Was stimmt nicht mit den Menschen?“ Viele Nutzerinnen und Nutzer bedanken sich bei der AHE für die Rettung, auch wenn es am Ende doch nicht gut ausging für das junge Tier.

„Tiere im Müll sind leider keine Seltenheit“, sagt Johannes Einig, Geschäftsführer der AHE.
„Tiere im Müll sind leider keine Seltenheit“, sagt Johannes Einig, Geschäftsführer der AHE.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Leider ist das Ganze kein Einzelfall. „Wir haben so etwas zwei- bis dreimal im Jahr“, sagt AHE-Geschäftsführer Johannes Einig. In den meisten Fällen werden die Jungtiere schon tot aufgefunden. Diesmal habe das Tier zwar noch gelebt, gerettet werden konnte es aber nicht mehr. Oftmals werden die Katzen auch einfach in Altkleidercontainern entsorgt.

Mitarbeiter der AHE sind mittlerweile geschult

„Unsere Mitarbeiter haben mittlerweile ein Gespür dafür entwickelt“, sagt Einigs Assistentin Ceylan Blome. So schauen die Beschäftigten jedes Mal aufmerksam, ob sich ein Tier im Müll befindet. „Es gab auch schon Mitarbeiter, die ein Katzenbaby dann mit nach Hause genommen und es gepflegt haben.“ Auch der Baggerfahrer, der diesmal auf das Jungtier gestoßen ist, habe selbst Katzen zu Hause, heißt es. Für Blome reicht es nun: „Wir haben uns bewusst entschlossen, den Weg an die Öffentlichkeit zu suchen. Das geht nicht mehr.“

Doch so traurig das Ganze ist, sie will auch einen Dank aussprechen. „Das Tierheim unterstützt uns wirklich immer sehr gut, auch wenn sie selbst kaum noch Kapazitäten haben“, so Blome. Auch bei der Vermittlung sei schon geholfen worden. Diesmal konnte aber auch das Tierheim nicht mehr helfen. Das Jungtier hat die schlimme Aktion leider nicht überlebt.

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