Zusammenfassung
- Witten hat einen neuen Automatenkiosk
- Im grauen Container von „Herr Anton“ gibt es frisches Fleisch, Getränke, Snacks und mehr
- Bestückt werden die Automaten von zwei bekannten Wittenern
An der Dortmunder Straße in Witten gibt es jetzt Grillfleisch - rund um die Uhr. Seit einigen Tagen steht ein grauer Schiffscontainer auf dem Parkplatz von ATU. Drinnen verbergen sich sechs Automaten mit besonderem Inhalt. Neben süßen und salzigen Snacks, E-Zigaretten und Energy-Drinks gibt es dort regionales Fleisch in Metzgerqualität zu kaufen. Dahinter steckt ein Unternehmen aus Emsdetten und zwei bekannte Wittener.

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„Ich war schon immer ein Automatenkind. Wenn ich einen sehe, dann muss ich etwas kaufen“, verrät David Jerome Gerhards. Der gelernte Fleischer hat früher bei Rewe Kesper die Kunden mit Aufschnitt, Bratwurst und vielem mehr versorgt. Mit seinem ehemaligen Chef Tobias Kesper hat es sich nun selbstständig gemacht. Mehr als das: Aus dem Angestelltenverhältnis ist eine echte Freundschaft geworden. „Sonst würden wir das hier gar nicht machen“, sagt Gerhards.
Automaten-Container „Herr Anton“ jetzt auch in Witten
Gemeint ist der modern ausgebaute Container. Draußen steht „Herr Anton“ drauf. So heißt das Franchise-Konzept der Hensing Gmbh, in das die beiden Wittener eingestiegen sind. Im Innenraum flimmern drei Flachbildfernseher. Momentan läuft Eigenwerbung, in Zukunft sollen auch Wittener Unternehmen hier Werbefläche mieten können. Darunter surren die Automaten. Der zweite von rechts fällt mit seinem schwarzen Metallgitter hinter der Scheibe direkt ins Auge: E-Zigaretten und ihre Nachfüllbehälter werden besonders gesichert.

Die äußeren Geräte haben die Wittener Unternehmer nach den Vorgaben des Franchisegebers befüllt. Es gibt jeden erdenklichen Schokoriegel, asiatische Fanta-Sorten, scharfe Nudelsuppen für die nächste TikTok-Challenge, aber auch Kondome, Klopapier und Tabakwaren. Die zwei Automaten in der Mitte hingegen haben Gerhards und Kesper eigens bestückt: mit Geflügel-Grillern, Krakauer und Chilli-Wurst, aber auch eigens mariniertes Grillfleisch ist mit dabei. Für eine 600-Gramm-Packung zahlt man rund zehn Euro.
Automaten-Container in Witten: Kunden sollen Feedback geben
Die Waren in den Automaten kosten im Schnitt mehr als im Supermarkt. Dabei müsse man bedenken, welche zusätzlichen Kosten vor Ort anfallen, sagt Kesper. Damit Kunden zu Tag- und Nachtzeiten Ware ziehen können, muss konstant Strom fließen. „Langfristig wollen wir auf dem Dach Solarpaneele installieren“, verrät der Supermarktinhaber.

Als Nächstes geht es aber an die „Renner und Penner“-Liste. Das klinge flapsig, sei aber ein Fachbegriff aus dem Einzelhandel, versichert Gerhards. „Renner“ sind die Produkte, die gut laufen – die „Penner“ bleiben liegen. Noch ist es zu früh für ein erstes Fazit, „Herr Anton“ hat erst am Vatertag eröffnet. Bald wollen die Unternehmer einen Feedback-Kasten am Container anbringen. Doch die ersten Kundenwünsche haben sich die beiden schon jetzt notiert.
Rampe und Treppe: Herr Anton in Witten soll barrierefrei werden
„Bei den Engergy-Drinks fehlt die Sorte ‚Pfirsich‘“, heißt es. Außerdem forderten die Kunden zuckerfreie Alternativen. Die stehen schon auf dem Einkaufszettel. Kritik gab es auch an der Einstiegshöhe des Containers, die liegt bei etwa 30 bis 40 Zentimetern. Mit einem Schreiner arbeiten die Wittener Unternehmer bereits an einer Lösung. Es soll mindestens eine Treppe geben, auch eine barrierefreie Rampe ist geplant.
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Wie geht es jetzt weiter für Herrn Anton und die beiden Wittener Unternehmer? „Wenns gut läuft, möchten wir natürlich noch einen zweiten Container haben.“, sagt David Jerome Gerhards. Und wenn es schlecht läuft? „Dann stellen wir ihn woanders hin.“ So einfach kann es manchmal sein.
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