• Die Himmelfahrtkirmes im Preischeck: Karussellfahrten in Witten kosten drei bis vier Euro
  • Für drei Dosenwürfe zahlt man in Witten fünf Euro
  • Süßes und Herzhaftes auf der Schlemmermeile: Spiralkartoffeln und Popcorn

Die 330. Wittener Himmelfahrtskirmes läuft sich warm für ein Super-Wochenende. Die Sonne scheint, mal mehr, mal weniger, und die Temperaturen sind angenehm. Viel heißer muss es gar nicht mehr werden. Allerdings hat das Vergnügen seinen Preis.

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Eine Familie mit zwei Kindern, die Karussell fahren, Hunger haben und an die Losbude wollen, braucht schon das nötige Kleingeld. Dasselbe gilt natürlich für alle anderen Erwachsenen und Jugendliche, die zwischen Breakdance und Backfisch unterwegs sind. Wir haben einmal die Preise gecheckt. Was kosten Kinderkarussell, Autoscooter, Crepes und Popcorn?

Auch Dosenwerfen oder Entenangeln sind kein Schnäppchen in Witten

Das aufwendige Bungee-Trampolin liegt mit sechs Euro fürs Hüpfen im Sicherheitsgeschirr bei den Karussells beziehungsweise Fahrgeschäften vorne, gefolgt vom Breakdance, wo pro Runde 4,50 Euro fällig werden. Woanders kostet es oft vier Euro, zum Beispiel eine Fahrt auf dem 15 Meter hohen Riesenrad, das sich zum ersten Mal in der Ruhrstraße dreht. Kinder zahlen hier nur drei Euro. Wer mindestens zehn Euro ausgibt, kann auch per Karte zahlen. Drei Würfe auf Blechdosen kosten fünf Euro, ebenso viel drei Schüsse mit dem Luftgewehr. Ein Fünfer wird auch bei den Enten fällig. Dafür darf man sich zehn angeln.

Himmelfahrtskirmes in Witten
Es gibt viele Attraktionen auf der Kirmesmeile in Witten. Dafür muss man aber auch einige Euros in der Tasche haben.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Ebenfalls neu in der Ruhrstraße ist das Karussell „X-Force“. Zum Preis von vier Euro werden die Insassen in den Gondeln vier Minuten lang über zwei Achsen gedreht. Klingt wie ein komplizierter Dreisatz, macht aber Spaß, sagt Thomas Grass, Vorsitzender der Wittener Schaustellervereinigung. Zwar dürfen dort Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren in Begleitung ihrer Eltern mitfahren. Grass verspricht aber auch Spannung für Ältere: „Jede Fahrt wird individuell gesteuert. Wenn man merkt, dass Hartgesottene mitfahren, kann man länger Vollgas geben.“

Himmelfahrtskirmes in Witten
Der „Schwanenflieger“ - besser bekannt als Kettenkarussell - darf natürlich nicht fehlen.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Das Herz vieler Karussellfahrer schlägt gerade in der Bergerstraße höher. Dort stehen unter anderem der Autoscooter (drei Chips sieben Euro, eine Fahrt drei Euro) und die „Amazonas-Bahn“ (vier Euro), die an den früheren Musikexpress erinnert. Auch eine Berg- und Talbahn für jüngere Kinder dreht sich unweit im Kreis. Zwischen Rennwagen, Feuerwehr und Polizei versteckt sich „Emma“, das Maskottchen von Borussia Dortmund. Wer mitfahren möchte, zahlt 3,50 Euro. Für fünf Euro Aufpreis gibt es sogar ein Foto aus dem Fahrgeschäft. Denn „jedes Kind, das zu schnell fährt, wird geblitzt“, witzelt der Betreiber.

Ein echtes Wittener Original: Das Kettenkarussell

Mit dem Kettenkarussell dreht sich vor dem Saalbau wieder ein echtes Wittener Original. Der Betreiber ist sich sicher: Es wurde irgendwann in den 1950er Jahren in der Ruhrstadt gebaut und ist bei Weitem das älteste Fahrgeschäft auf der Himmelfahrtskirmes. Der „Schwanenflieger“ nimmt uns für vier Euro mit.

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Auch der Breakdance (4,50 Euro pro Fahrt) ist mittlerweile ein echter Oldtimer. In diesem Jahr feiert das erfolgreiche Karussell der Familie Bonner seinen 40. Geburtstag. Es leuchtet heute noch mindestens so bunt wie in den Achtzigern. Alle Altersgruppen werden angesprochen, insbesondere natürlich die Jüngeren. .„Wir müssen oft weinende Kinder wegschicken, weil sie am liebsten mit fünf oder sechs Jahren schon mitfahren wollen. Erlaubt ist es erst ab acht Jahren“, sagt der oben schon erwähnte Bonner-Schwiegersohn und Mitbetreiber Thomas Grass.

Ob süß oder herzhaft - für jeden Geschmack ist etwas bei der Kirmes in Witten dabei

Mit Zuckerwatte lässt sich bestimmt die ein oder andere Träne trocknen. Oder einer Tüte Popcorn: Kleine gibt‘s für 2,50 oder drei Euro, mittlere kosten vier, große sechs. Bei den „Pinky Sweets“ von Schausteller Max Nowag gibt es ebenfalls Süßwaren. Neben einfachen gebrannten Mandeln zum Preis von vier Euro pro 100 Gramm hat sich er etwas Neues ausgedacht: Nutellamandeln „mit echter Nutella“, Raffaello-Mandeln mit weißer Schokolade und Kokosraspeln und Vanillemandeln, die wie Schneebälle aussehen. „Bei den Wittenern ist unser Oreo-Erdbeerspieß besonders bliebt. Den gibt es für sechs Euro“, sagt der Einheimische.

Verhungern muss auf der Himmelfahrtskirmes in Witten keiner: Es gibt zahlreiche Stände, die Süßes und Herzhaftes anbieten.
Verhungern muss auf der Himmelfahrtskirmes in Witten keiner: Es gibt zahlreiche Stände, die Süßes und Herzhaftes anbieten. Hier gibt‘s zum Beispiel holländische Pommes und Frikandel.© WAZ | Jürgen Augstein

Apropos Nutella. Ein Crepe mit dem verlockenden Aufstrich kommt 4,50 Euro, einfach nur mit Zucker und Zimt drei oder vier Euro, herzhaft für sechs Euro. Die beliebte Spiralkartoffel kostet fünf Euro. Holländische Pommes gibt‘s für 3,50 (klein), 4,50 (mittel) oder 5,50 Euro (groß). Die Currywurstpfanne kann man sich für vier Euro bestellen, die Frikandel special für 4,50 Euro. Genauso viel kostet ein Fischbrötchen, für ein Bier dazu zahlt man um die 4 Euro. Normale Pommes kosten drei Euro, eine Bratwurst vier, Backfisch 7,50 Euro. Und wer sich danach noch ein Schaumeis gönnen will, legt 2,50 bis vier Euro auf den Tresen.

Anlässlich der Himmelfahrtskirmes öffnen an diesem Sonntag (1.6.) in Witten die Geschäfte. Von 13 bis 18 Uhr ist verkaufsoffener Sonntag. Am Montag (2.6.) - dem letzten Tag des fünftägigen Rummels - ist wieder ganztägig bis 21 Uhr Familientag. Die Schausteller versprechen zum Abschluss „stark reduzierte Preise“. Außerdem sorgen märchenhafte Walking-Acts zwischen 16 und 18 Uhr für Unterhaltung. Dann sind die „Stars der Kinder“ auf der Kirmesmeile unterwegs, zum Beispiel Prinzessinnen.

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