Wer in den nächsten Tagen Post von der Polizei bekommt, der braucht sich keine Sorgen zu machen. Er oder sie wird nicht vorgeladen und auch nicht einer Straftat bezichtigt. Vielmehr möchten die Ermittlungsbehörden durch eine Feldstudie neue Erkenntnisse für ihre Arbeit gewinnen.

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Im Rahmen der Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ werden im Auftrag des Landeskriminalamtes NRW Briefe an 20.000 ausgewählte Menschen ab 16 Jahren in 94 Kommunen des Landes verschickt. „Wir möchten das Dunkelfeld aufhellen und noch besser verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren - nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln und das Vertrauen in die Polizei zu stärken“, sagt Maike Meyer, Leiterin des Dezernats zur Kriminalprävention beim LKA.

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Dritte Erhebungswelle: Worum es in der aktuellen Befragung geht

Aktuell läuft bereits die dritte Erhebungswelle. Ging es in den ersten beiden Runden um das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum und die Frage, in welchen Situationen Zivilcourage gezeigt und wann Notrufe getätigt werden, wird nun gezielt nach der Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien und polarisierenden Einstellungen gefragt.

Um Betrugsversuche auszuschließen, rät das Landeskriminalamt stets dazu, die Echtheit der Briefe genau zu prüfen. „Das gilt genauso für unseren Fragebogen, auch wenn es nicht um sensible Kontodaten oder Ähnliches geht“, sagt LKA-Direktor Ingo Wünsch.

Fragebogen kann auch online ausgefüllt werden

Wer ausgewählt wurde, erhält zunächst ein offizielles Ankündigungsschreiben, Ende April folgt dann der Fragebogen. Der lässt sich schriftlich ausfüllen und kostenlos zurückschicken, aber auch online via QR-Code beantworten. Die Bearbeitung soll nicht länger als 30 bis 45 Minuten dauern. „Die Informationen, um die wir Sie bitten, beziehen sich auf persönliche Erfahrungen mit Kriminalität, das Anzeigeverhalten und das Sicherheitsgefühl“, erklärt Maike Meyer.

Die Befragten wurden per Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern gezogen. Ein Anonymisierungsverfahren schützt personenbezogene Daten. Ein Institut erfragt die Daten, das LKA bekommt die Ergebnisse am Ende anonymisiert und ohne Namen oder Adressen.