Die Debatte um die geschlossenen Polizeidienststellen in Heißen und Dümpten geht auf landespolitischer Ebene weiter: Die SPD-Abgeordneten Rodion Bakum, Elisabeth Müller-Witt und Christina Kampmann haben die Ende des vergangenen Jahres vollzogenen Schließungen nun zum Thema einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gemacht. Zuvor hatte es vor allem von Seiten der Dümptener Sozialdemokraten heftige Kritik an der Entscheidung gegeben. Sie fürchteten unter anderem um die Bürgernähe der Polizei.

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Bakum, der Mülheimer Abgeordnete, und seine Kolleginnen sprechen in ihrem Antrag von „Sicherheit auf Sparflamme“ in Mülheim. Die beiden Bezirkswachen an der Mellinghofer Straße und am Fünter Weg seien über viele Jahre als zentrale Anlaufstellen geschätzt worden und hätten nicht nur das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt, „sondern auch durch ihre unmittelbare Präsenz zur schnellen Bearbeitung von Anliegen und zur Verhinderung von Straftaten“ beigetragen.

Die schnelle Erreichbarkeit, die persönliche Präsenz der Beamtinnen und Beamten an den Standorten sowie die präventive Arbeit der Bezirksdienststellen seien wesentliche Faktoren für das Vertrauen der Menschen in die Polizei in den Stadtteilen gewesen. Nun gehe in den betroffenen Stadtteilen die Sorge um, dass sich durch die Aufgabe dieser Anlaufpunkte die Sicherheitslage in Heißen und Dümpten verschlechtert.

Geschlossene Polizeiwachen in Mülheim: Fragen an die Landesregierung

Die Dümptener SPD hatte sich bereits im November deutlich gegen die Schließung der Bezirksdienststellen positioniert. Gerade in Stadtteilen wie Dümpten seien bürgernahe Strukturen wichtig für den sozialen Zusammenhalt und das Sicherheitsgefühl, so die Argumentation. „Auch viele Bürgerinnen und Bürger haben ihre Sorgen geäußert, dass mit der Schließung ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Sicherheitsarchitektur verloren geht“, heißt es in dem Schreiben von Rodion Bakum.

Die drei Abgeordneten richten mehrere Fragen an die Landesregierung, die sie beantwortet wissen wollen. Unter anderem geht es um die Gründe für die Entscheidung und darum, wie die Landesregierung dafür sorgen möchte, dass sich die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl in Heißen und Dümpten nicht verschlechtert. Konkret wollen die Sozialdemokraten außerdem wissen, wie viele Anzeigen in den Dienststellen pro Jahr aufgenommen wurden und wie sich die Zahl der Beamtinnen und Beamten im Bezirksdienst in Mülheim entwickelt hat. Zudem möchten die SPD-Vertreter eine Aussage dazu erhalten, wie es mit den verbliebenen Dienststellen in Styrum und der Stadtmitte weitergeht.

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