Der Zeitpunkt ist nicht gerade ideal: Alle Welt schaut in diesen Tagen auf die Fußball-WM, da könnte die Eröffnung der Kulturbiennale „Manifesta“, die in diesem Jahr im Ruhrgebiet stattfindet, zur Fußnote schrumpfen. Inwiefern sich ein kulturelles Sommermärchen entwickelt, bleibt abzuwarten.

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Das Hauptprogramm findet in Bochum, Duisburg, Essen, und vor allem Gelsenkirchen statt, doch Herne ist als einer der „Satelliten“ auch Teil des Festivals, bei dem sich leer stehende Kirchen in Veranstaltungsorte verwandeln. Neben dem offiziellen Beitrag hat Herne ein Begleitprogramm vorbereitet, das die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen einlädt.
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Manifesta im Ruhrgebiet: Tango und Poolparty in Herne
Wenn das Wetter mitspielt, könnte „Volle Wanne“ ein echter Sommerparty-Kracher werden. Unter diesem Motto sind am Freitag, 24. Juli, Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit Planschbecken oder Badewanne zum Buschmannshof zu kommen und von 12 bis 15 Uhr gemeinsam zu feiern. Die Jugendfeuerwehr Herne wird die Pools mit Wasser füllen. Unterstützung kommt bei der Realisierung vom Verein „Herne hilft“. Vereinsvorsitzender Erich Leichner richtete schon bei der Programmvorstellung einen Appell an die „Badegäste“. Sie könnten doch Behälter mitbringen und auf dem Rückweg mit dem Badewasser Pflanzen gießen.
Es gibt wohl niemanden in Wanne, der nicht die inoffizielle Hymne „Der Mond von Wanne-Eickel“ kennt. Das Lied ist im Tango-Rhythmus komponiert – und so findet am Freitag, 4. September (Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest), der „Tango Wannentino“ statt. Mit Unterstützung des Tango-Treffpunkts Herne können die Menschen spontan Tango tanzen und eine hoffentlich spätsommerliche Atmosphäre genießen.

Herner können selbst Kunstwerke erschaffen
Ebenfalls noch nicht endgültig terminiert ist unter der Überschrift „Mal Wanne“ ein Tag des offenen Ateliers. Die Jugendkunstschule und der Herner Künstlerbund laden rund um die Christuskirche die Menschen dazu ein, selbst Kunstwerke zu erschaffen oder Kreativen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Gerade Menschen, die noch keine Berührung mit Kunst und Malen hatten, sollen zum Mitmachen animiert werden.
Weitere Aktionen insbesondere im September und damit parallel zum Hauptprogramm der Manifesta sind ein Pop-up-Biergarten in Wanne-Mitte, die Präsentation eines Seilbahnmodells aus Fischertechnik, das in einem Ladenlokal ausgestellt werden wird, und eine Laserlicht-Installation auf der Wanner Hauptstraße. Zum Abschluss der Manifesta wird der Evangelische Kirchenkreis Herne am Samstag, 26. September 2026, ebenfalls einen Biergarten unter dem Motto „Himmel über Wanne“ aufstellen, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
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Bereits im Gang ist „Wanne wird schick und schön“. Was sich hinter diesem Titel verbirgt: Bäume wurden nachgepflanzt, der Bereich insbesondere um die Christuskirche gründlich gereinigt und Blumenampeln verschönern nun die Hauptstraße. Zudem zieren Wandgemälde verschiedene Fassadenzeilen in Wanne-Mitte und ein weiteres Kunstwerk ist noch in Vorbereitung.
„Es müssen nicht immer große und teure Aktionen sein. Mitunter reichen solche zielgerichteten Maßnahmen, um die Atmosphäre eines Ortes positiv zu verändern“, sagt Martina Liehr, die bei der Stadt Herne im Bereich „Zukunft der Gesellschaft“ an der Realisierung mitgearbeitet hat.




