Jetzt gibt es traurige Gewissheit: Ein vermisster Junge, der am Mittwochabend, 2. Juli, im Rhein in Düsseldorf abgetrieben wurde, ist tot. Seine Leiche wurde am Donnerstag, 3. Juli, um 17.40 Uhr in Duisburg entdeckt. Das hat die Polizei Duisburg am Freitagmorgen mitgeteilt.

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Streifenboote der Wasserschutzpolizei Duisburg hatten den Körper demnach nahe der Essenberger Brücke (Rheinkilometer 779,4) leblos auf dem Wasser treiben sehen. Mithilfe eines Feuerwehrbootes konnte der Leichnam geborgen werden.

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Im Rhein abgetrieben: Junge (6) tot in Duisburg gefunden

Der syrische Junge war am Mittwoch mit seiner Familie in Düsseldorf-Himmelgeist am Rhein gewesen, hieß es bei der Polizei. Zeugen berichteten, dass er immer weiter vom Sog des Stroms erfasst wurde. Bisher unklar ist nach Angaben der Polizei in Düsseldorf, ob der Junge in den Rhein gestürzt ist oder gebadet hat.

Der Vater soll von Rettungskräften zurückgehalten worden sein. Die Angehörigen seien am Ufer von Notfallseelsorgern betreut worden, bestätigte die Feuerwehr. Eine groß angelegte Suchaktion – unter anderem mit Drohnen – hatte keinen Erfolg gebracht. Die Kriminalpolizei hat jetzt die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Warnschilder in mehreren Sprachen

Die Stadt Düsseldorf hatte im Sommer 2023 insgesamt 70 neue Schilder mit Piktogrammen und kurzen Hinweisen auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch aufgestellt, die vor der Lebensgefahr warnen, die beim Schwimmen im Rhein droht. Anfang der kommenden Woche sollen festinstallierte Metallschilder mit hoher Signalwirkung, wie es heißt, angebracht werden. Außerdem hat die Landeshauptstadt an die zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes appelliert, ein generelles Badeverbot für alle 42,1 Rheinkilometer innerhalb des Düsseldorfer Stadtgebiets zu erlassen.

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Das Baden im Rhein ist in der Nähe von Hafeneinmündungen, Brücken und Anlegestellen verboten. In Duisburg gilt außerdem ein Badeverbot in gesonderten Bereichen, zu denen auf beiden Seiten die Rheinkilometer 769,3 bis 794,6 zählen. Die Badeverbotszone reicht also etwa vom Hüttenwerk Krupp Mannesmann im Süden bis hinter die Walsumer Fähre im Norden. Die Stadt Duisburg hat nach dem Badeunfall in Marxloh, bei dem drei Mädchen ums Leben gekommen waren, im August 2021 an fünf Stellen am Rhein Schilder mit Warnungen in sechs Sprachen aufgestellt.

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