Klima-Allianz für Witten

Wittener Klima-Allianz sucht Mitstreiter für den Klimaschutz

Lea Langrock (vorn), Werner Frischmann (re.) und ihre Mitstreiter bei der ersten Sitzung im FEZ-Gebäude an der Uni.

Lea Langrock (vorn), Werner Frischmann (re.) und ihre Mitstreiter bei der ersten Sitzung im FEZ-Gebäude an der Uni.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Vor ein paar Wochen hat sie sich erst gegründet, jetzt machen bereits 16 Organisationen bei der Klima-Allianz mit. Die Stadt fehlt aber noch.

Ein breites Bündnis aus Unternehmen, Verbänden und Initiativen hat sich zur Klima-Allianz Witten zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen die Mitglieder ein Netzwerk für mehr Klimaschutz in der Stadt bilden. Sie wollen ein Online-Portal aufbauen, in dem alle Informationen gesammelt werden und eine Charta verfassen, auf der alle angesteuerten Ziele zusammengetragen werden. Am Freitag fand die erste große Arbeitssitzung der Allianz im FEZ-Gebäude an der Uni statt.

Vor drei Monaten hatten sich die vier Initiatoren zusammengetan und beschlossen, etwas für den Klimaschutz in der Stadt zu tun – Werner Frischmann von der Bürger-Energiegenossenschaft, Ratsmitglied Stefan Borggraefe, Martin Strautz vom Wiesenviertel und Studentin Lea Langrock, die Plant-for-the-Planet-Botschafterin ist. „Wir sind überzeugt, wenn wir es gemeinsam tun und nicht gegeneinander, dann können wir auch etwas erreichen“, so Frischmann.

„Es nützt ja nichts, nur zu demonstrieren und vorm Rathaus rumzubrüllen“

Ein paar Wochen später kann der 77-Jährige schon ein erstes „fantastisches Fazit“ ziehen: Er habe von allen Angesprochenen nur positive Rückmeldungen bekommen, nicht ein einziges „Ja, aber“ sei dabei gewesen. „Stattdessen haben sich alle bedankt, dass wir an sie gedacht haben.“ 16 Aktive seien bereits dabei, darunter die Stadtwerke, die AHE, die Energieagentur NRW und die Wittener „Fridays for Future“-Bewegung. Deren Sprecherin Laura Schmidt ist glücklich über das neue Bündnis: „Wir sind froh, dass wir jetzt ein Netzwerk haben, das uns hilft, unsere Ziele umzusetzen und Ideen voranzutreiben. Es nützt ja nichts, nur zu demonstrieren und vorm Rathaus rumzubrüllen.“

Ein erhofftes Mitglied fehlt allerdings noch auf der Liste: Der Stadtbaurat habe Ende Juni mitgeteilt, dass eine Mitwirkung der Stadt zunächst mit der Verwaltungsspitze und eventuell dem Rat abgestimmt werden müsse. „Aber mit der Klimaschutzbeauftragten liegen wir voll auf einer Linie“, so die Koordinatoren. Denn mit der Allianz werde genau die Plattform geschaffen, die vom Rat in der Erklärung zum Klimaschutz gefordert und beschlossen worden war. Nun hoffen die Koordinatoren, dass sich auch Sozialverbände, Verkehrsbetriebe und Schulen anschließen werden. Frischmann: „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bald noch viel mehr sein werden.“

Welche Organisationsform die Allianz haben wird, ist noch unklar

Welche Organisationsform die Allianz haben wird, ist noch unklar. „Vielleicht werden wir ein eigener Verein oder schließen uns einem anderen an – um den Verwaltungsaufwand zu minimieren“, so Stefan Borggraefe. Sicher sei: Die Klima-Allianz soll parteipolitisch neutral sein. Auch er wirke nicht als Mitglied der Piratenfraktion, sondern als Mitarbeiter des Help-Kiosks mit.

Erstes Projekt der Allianz wird der Klimamarkt am 28. September an der AHE-Biogasanlage am Bebbelsdorf sein. Aus diesem Grund findet dort auch das nächste Treffen der Mitglieder statt – und zwar am Dienstag, 23. Juli um 16 Uhr.

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