Koch-Show

Wittener Hobbyköchin macht mit beim perfekten Dinner

Guckt nicht nur leidenschaftlich gern Koch-Shows im TV, sondern macht auch selbst mit: Hobby-Köchin Sabine Schmelzer. Hier ist sie gerade als Gastgeberin in Aktion bei der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“. Foto: TV now / ITV Studios

Guckt nicht nur leidenschaftlich gern Koch-Shows im TV, sondern macht auch selbst mit: Hobby-Köchin Sabine Schmelzer. Hier ist sie gerade als Gastgeberin in Aktion bei der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“. Foto: TV now / ITV Studios

Witten.   Sabine Schmelzer liebt Koch-Shows. Und lässt sich auch selbst gern vor laufender Kamera in die Töpfe gucken. Bald ist sie wieder im TV zu sehen.

Sabine Schmelzer ist auf den Geschmack gekommen: Nachdem die Wittenerin (65) im vergangenen Jahr bei der „Küchenschlacht“ im ZDF vor laufenden Kameras mit anderen Hobby-Köchen um die Wette gebrutzelt hat, steht sie nächste Woche in der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“ am Herd.

„Das macht mir einfach so großen Spaß“, sagt die ehemalige Leiterin der Bruchschule über ihre Leidenschaft – und meint damit das Kochen sowieso, aber auch die Fernsehauftritte, bei denen sie sich mit anderen messen muss. Nun also „Das perfekte Dinner“. Fünf Hobbyköche laden sich gegenseitig nach Hause ein, servieren ihren Gästen ein Menü mit drei Gängen und bewerten sich gegenseitig. Diesmal kommen die Teilnehmer aus Dortmund, Schwerte und Witten.

„Auf einmal waren 14 Leute in meiner Wohnung“

Was jetzt gesendet wird, ist bereits seit Januar im Kasten. Einen Tag lang hatte Sabine Schmelzer volles Haus. Für dieses besondere Ereignis hat sie sogar die Wand in der Küche noch mal neu gestrichen, in ihrer Lieblingsfarbe Blau. „Auf einmal waren 14 Leute in meiner Wohnung“, erinnert sie sich an den Dreh, der bis in die Nacht dauerte. „Die haben überall Licht aufgebaut und alles umgeräumt.“ Auch Katze Mimi war von dem Durcheinander betroffen, denn plötzlich stand ihr Kratzbaum im Schlafzimmer.

Zu viel vom Menü sei hier noch nicht verraten, nur so viel: Sabine Schmelzer lässt sich natürlich nicht lumpen und hat sich ordentlich was vorgenommen. Dreierlei von der heimischen Forelle, die aus Wittener Gewässern stammt, serviert sie als Vorspeise. Darauf folgen Tournedos von Wildrücken und als süßer Abschluss diverse Vanille-Variationen. Klingt verlockend. „Ja, das war schon sehr ambitioniert“, weiß die Hobby-Köchin in der Rückschau. Überhaupt sei das Kochen fürs TV sehr anstrengend gewesen. Viele Handgriffe musste sie doppelt machen, wenn der Kameramann nicht auf Anhieb zufrieden war.

Schmelzer kocht täglich

Sabine Schmelzer kocht täglich frisch. Auf dem Küchenschrank stehen große Bräter und im Regal etliche Kochbücher. Auf dem kleinen Balkon mitten in der City wachsen Kräuter. Ihre Gedanken kreisen oft ums Essen. „Nachts, wenn ich mal wach liege, kommen mir die tollsten Einfälle“, erzählt sie. Davon profitieren auch die Teilnehmer ihrer VHS-Kochkurse.

Dienstagabend noch hat sie ihnen fünf Stunden lang die Welt von Paul Bocuse nahe gebracht. Demnächst ist die italienische Gourmetküche Thema, danach folgt „Köstliches mit Wildkräutern“. „Dann gehen wir mit Korb und Schere zum Hohenstein und sammeln die Zutaten selbst.“ Sabine Schmelzer hat schon mit ihren Grundschulkindern viel gekocht. Doch ihr gefällt auch die Arbeit mit den Erwachsenen. „Die sind disziplinierter“, schmunzelt sie.

Ihren Job als Servicekraft in einem Hotel am Dortmunder Phoenix-See hat die Pensionärin übrigens wieder an den Nagel gehängt – der Liebe wegen. Jetzt bekocht Sabine Schmelzer ihren Partner oder reist mit ihm durch die Welt – aktuell genießt das Paar ein paar Tage in Paris.

Einen Traum hat die Wittenerin trotzdem noch: Sie möchte bei „The Taste“ mitmachen. Denn das sei die Königsklasse der TV-Kochshows. Beworben hat sie sich längst.

>> INFORMATION

  • „Das perfekte Dinner“ ist eine Koch-Doku ohne Promis und ohne Profis bei Vox. Die Folgen mit Sabine Schmelzer laufen vom 8. bis 12. April, jeweils von 19 bis 20 Uhr. Sie selbst tritt am Mittwoch, 10. April, als Köchin auf.
  • „Als die Aufzeichnungen zu Ende waren, habe ich es fast vermisst, dass mich jemand auf Schritt und Tritt begleitet“, sagt sie. Teamplayer sein und sein Licht trotzdem nicht unter den Scheffel zu stellen – darum ging es ihr bei der Teilnahme.
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