„Wir wollen keinen rausekeln“

Witten.   Das neue Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen in Witten läuft laut Stadt nach Plan. Seit dem 16. Februar können Eltern die Anmeldebögen mit den Erst- und Zweitwünschen für ihre Kinder abgeben. Die Beratungen über die Erstwünsche sind bereits abgeschlossen. Jetzt geht es in die nächste Phase. Bis zum Beginn der Osterferien sollen alle Aufnahme-bescheide versendet sein.

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Das neue Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen in Witten läuft laut Stadt nach Plan. Seit dem 16. Februar können Eltern die Anmeldebögen mit den Erst- und Zweitwünschen für ihre Kinder abgeben. Die Beratungen über die Erstwünsche sind bereits abgeschlossen. Jetzt geht es in die nächste Phase. Bis zum Beginn der Osterferien sollen alle Aufnahme-bescheide versendet sein.

Diesen Sachstandsbericht gab Heidrun Hitz vom Jugendamt jetzt den Mitgliedern des Jugendhilfe- und Schulausschusses. Sie ließen sich über das neue Anmeldeverfahren informieren, das zu einer „bestmöglichen Berücksichtigung der Wünsche Wittener Familien“ führen soll, so Hitz. Noch gibt es allerdings keine Zahlen oder Aussagen, wie viele Erstwünsche in diesem Jahr erfüllt werden können.

Zunächst müsse das ganze Verfahren abgeschlossen sein, sagte die Mitarbeiterin. Derzeit werde versucht, die Zweitwünsche zu berücksichtigen. Dann erfolge die Abstimmung zwischen den Schulen und erst dann überlege man, ob und wo noch gemeindefremde Kinder aufgenommen werden können.

„Wir wollen keinen rausekeln“, sagte Schuldezernent Frank Schweppe, als Stefan Borggraefe von den Piraten fragte, ob es in der Summe dann weniger „ortsfremde Kinder“ geben werde. Es gehe vorrangig darum, so Schweppe, Wittener Familien den Schulwunsch oder doch wenigstens den Schulformwunsch zu erfüllen. Und auch wenn für manche Wittener etwa der Weg zur Gesamtschule in Herbede zu weit sein sollte, „sie sollen wenigstens die Chance haben, sich dort anzumelden“.

Kritik aus den Nachbarstädten wies der Dezernent im Jugendhilfeausschuss noch einmal entschieden zurück. „Wir sind nicht verpflichtet, für Sprockhöveler Kinder Schule zu organisieren.“ Ausschussvorsitzender Thomas Richter zeigte sich abschließend mit dem Verfahren zufrieden: „Wir haben zwar nicht den Videobeweis, aber sicher mehr Gerechtigkeit.“

31 neue Grundschulklassen

Keine Probleme gibt es offenbar bei der Anmeldung zu den Grundschulen: 808 Wittener Kinder werden zum nächsten Schuljahr im Sommer schulpflichtig. 738 von ihnen sind an städtischen Grundschulen angemeldet worden, die anderen an privaten, also den Waldorfschulen. Laut Stadt werden planmäßig 31 Klassen mit jeweils 23 oder 24 Kindern gebildet.

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