Kein Strom

Stadt Witten erklärt Haus im Wiesenviertel für unbewohnbar

Das derzeit unbewohnbare Haus an der Steinstraße ist denkmalgeschützt.   

Das derzeit unbewohnbare Haus an der Steinstraße ist denkmalgeschützt.  

Foto: Piraten

witten.   Die Bewohner hätten weder Strom noch Wasser, da die Rechnung nicht bezahlt wurde. Nun hat die Stadt ein altes Haus an der Steinstraße versiegelt.

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Ein denkmalgeschützter Altbau im Wiesenviertel ist von der Stadt versiegelt worden. Das weiße Doppelhaus auf der Ecke Wiesen-/Steinstraße wurde für unbewohnbar erklärt. Laut SPD hatte der nicht aus Witten stammende Eigentümer schon länger keine Stromrechnung mehr bezahlt. Deshalb klemmten die Stadtwerke die Energieversorgung ab.

Nach Angaben der Stadt lasse das Gebäude kein geordnetes Wohnen mehr zu, so Ratsmitglied Patricia Podolski. „Unter anderem war die Heizung defekt.“ Obwohl das Haus für eine Weile als leerstehend gegolten habe, hätten sich dort zuletzt wieder Einzelpersonen und eine Familie aufgehalten. „Nach unseren Informationen hatte die Stadt ihnen geraten, sich über das Sozialamt oder die Caritas neuen Wohnraum vermitteln zu lassen“, erklärt Claus Humbert, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Piraten stellen kritische Fragen

Die Piraten, deren Büro direkt nebenan liegt, wollen unter anderem wissen, wann der Hauseigentümer aufgefordert wurde, mögliche Mängel zu beheben, ob Bußgelder verhängt wurden, wann die Bewohner über die Versiegelung durch die Stadt informiert und ob sie rechtzeitig bei der Beschaffung von Ersatzwohnraum unterstützt wurden.

Fraktionschef Roland Löpke und Ratsherr Stefan Borggraefe fragen die Stadt, was nun passiert. „Wie kann vermieden werden, dass an dieser zentralen Stelle in der Innenstadt dauerhaft ein leerstehendes und verfallendes Haus steht, das die Attraktivität des Viertels sicherlich beeinträchtigen würde?“

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