Hochschule

Psychologiestudenten demonstrieren in der Wittener City

Psychologiestudenten demonstrieren am Freitagnachmittag für bessere Bedingungen gerade während der Therapeuten-Ausbildung.

Psychologiestudenten demonstrieren am Freitagnachmittag für bessere Bedingungen gerade während der Therapeuten-Ausbildung.

Foto: Bastian Haumann

witten.   Nein, es war nicht Verdi, auch nicht die IG Metall. Studenten der Fachschaft Psychologie protestierten lautstark in der Wittener Innenstadt.

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Ganz schön Krach gemacht haben am Freitagnachmittag rund 80 Psychologie-Studenten in der Innenstadt. Sie demonstrierten für eine Vergütung während der mehrjährigen Ausbildung zum Psychotherapeuten nach dem Studium.

Mit Trillerpfeifen und Transparenten ziehen die jungen Frauen und Männer durch die Fußgängerzone. „Trauerspiel Therapeut – ein teurer Weg“ steht auf einem Plakat. Oder: „Zwei Abschlüsse – trotzdem kein Lohn“. Damit spielen die Studenten auf das bereits lange Studium an, das mit Bachelor und Master um die zehn Semester dauert, also rund fünf Jahre.

Um später eine Kassenzulassung zu bekommen, müsse man im Anschluss daran noch eine drei- bis fünfjährige Ausbildung zum Psychotherapeuten machen und diese in vielen Fällen oft selbst bezahlen. „Sie kostet durchschnittlich 25 000 Euro“, sagt Lenz Welling (25), der im fünften Semester Psychologie studiert. Über die Hälfte bekomme während dieser Ausbildung gar kein Gehalt.

Die Wittener Studenten schließen sich dem bundesweiten Protest der psychologischen Fachschaftenkonferenz an. Von „Ausbeutung“ ist auf einem Plakat die Rede. Auf einem Transparent steht: „Gesunder Patient – Therapeut insolvent“.

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