Kooperation Wisit

Projekt will alle Wittener Schüler ins Theater holen

Freuen sich über das Interesse an ihrem Projekt: Sonni Maier und Hendrikje Spengler (v.li.) mit den einigen Pädagogen der teilnehmenden Schulen.

Freuen sich über das Interesse an ihrem Projekt: Sonni Maier und Hendrikje Spengler (v.li.) mit den einigen Pädagogen der teilnehmenden Schulen.

Foto: Thomas Nitsche

Witten.   Die Idee: Alle Wittener Jugendlichen sollen einmal pro Jahr ein Stück auf der Bühne sehen.Acht Schulen machen mit, aber es gab viele Bedenken.

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Die Latte ist hoch gelegt: Jeder Schüler, jede Schülerin aus Witten soll einmal pro Jahr das Theater besuchen. So lautet das Ziel. Und der Anfang ist gemacht: Das Projekt ist gestartet – acht Schulen machen bereits mit.

WiSiT – Wittener Schulen ins Theater“ so lautet der Name des Projekts, das der Saalbau zusammen mit der Freien Theaterszene – allen voran Regisseurin und Theaterpädagogin Sonni Maier – und der Jugendförderung der Stadt im laufenden Schuljahr aus der Taufe gehoben hat.

Themen sollen die Herzen und Köpfe bewegen

Dabei geht es darum, Kinder aus bildungsfernen Familien ins Theater zu holen. Dafür wurde ein Spielplan mit derzeit sechs Stücken entwickelt, die junge Herzen und Köpfe bewegen sollen. Schüler von der fünften bis zu 13. Klasse sollen angesprochen werden, es geht auf der Bühne um Themen wie Mobbing, Sucht, ungewollte Schwangerschaft, globale Gerechtigkeit. Rund 40 Vorstellungen – morgens, mittags oder abends – sind im laufenden Schuljahr geplant.

Durch die Förderung vom Kultursekretariat NRW, vom Kulturforum und der Stadt ist es möglich, die Karten für die Schüler zum Preis von 5 Euro anzubieten – normalerweise wäre es fast das Doppelte. Dafür verpflichten sich die teilnehmenden Schulen, auch wirklich mit allen Schülern zu kommen.

Es musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden

Diese Verbindlichkeit einzugehen fiel offenbar mancher Schule schwer: „Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten“, so Hendrikje Spengler vom Kulturforum. Letztlich haben dann aber doch acht Schulen zugesagt: Die beiden Berufskollegs, die Adolf-Reichwein-Realschule, die Helene-Lohmann-Realschule, die Freiligrath-Hauptschule, die Overberg-Hauptschule und die Blote-Vogel-Schule machen mit – außerdem die Bochumer Nelson-Mandela-Schule.

Die, die bereits die ersten Vorstellungen gesehen haben, sind jedenfalls des Lobes voll: „Für uns ist das Projekt wichtig, weil so die Chancengleichheit der Schüler erhöht wird“, so Bärbel Faustmann, Rektorin an der Helene-Lohmann-Realschule. Die Pädagogen berichten von vielen positiven Rückmeldungen, die Bochumer Lehrerin Jennifer Schruff versichert: „Die Stufe hat sich nach dem Besuch deutlich verbessert.“ Auch die Jugendhilfe ist begeistert: „Bei uns haben sie mit dem Konzept offene Türe eingerannt“, so Inga Janz. „Denn das trifft unsere Arbeit im Kern.“

Spengler freut sich über das rege Interesse: „Wir erreichen in diesem Schuljahr 3500 Schüler.“ Und 2017/18 sollen es noch mehr werden: Die Verhandlungen mit den Schulen dazu laufen ab Februar. Und wenn dann plötzlich alle mitmachen wollen – reichen dann noch die Fördergelder? Hendrikje Spengler schmunzelt: „Das Problem löse ich dann gerne.“

>>>RESTPLÄTZE GIBT ES FÜR 7,50 EURO

Die Karten zum Preis von 5 Euro werden entweder von den Schülern selbst, den Fördervereinen oder den Schulen bezahlt.

Restplätze werden für 7,50 Euro angeboten.

Im Anschluss an jede Vorstellung gibt es eine Nachbesprechung mit Schülern und Schauspielern.

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