Nahverkehr

Grüne wünschen sich Gratis-Nahverkehr zum Wittener Advent

Öffnet der Wittener Weihnachtsmarkt, ist freies Parken ab 16 Uhr erlaubt.

Öffnet der Wittener Weihnachtsmarkt, ist freies Parken ab 16 Uhr erlaubt.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.   Das Angebot soll das freie Parken an Weihnachten ergänzen. Die Piraten wollen auch eine Mitfahrerlaubnis ohne Ticket – nicht nur zur Adventszeit.

Die Grünen im Stadtrat haben bereits Wünsche für die Weihnachtszeit: In einem Antrag schlägt die Fraktion jetzt vor, dem Gratisparken in der Adventszeit eine kostenlose Nutzung von Bus und Bahn zur Seite zu stellen.

Ab dem ersten Tag des Weihnachtsmarktes bis zum 31. Dezember bietet die Stadt an allen städtischen Parkautomaten täglich ab 15 Uhr kostenloses Parken mit der Parkscheibe an. Dieses Angebot durch kostenlosen Nahverkehr zu ergänzen, würde in Augen der Grünen „zur Vitalisierung in der Innenstadt“ beitragen. Hinzu kämen weitere positive Aspekte: „Weniger Innenstadt- und Parkraumsuchverkehr führt zu geringeren CO2- und Lärmemissionen, geringerem Parkdruck und ermöglicht parallel, neue Zielgruppen für den ÖPNV zu gewinnen“, führt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Richter in dem Antrag aus.

Richter schlägt vor, dass in diesem Jahr erstmals 8000 kostenlose Hin- und Rückfahrttickets für Fahrten bereitgestellt werden, die in die bzw. aus der Wittener Innenstadt führen. Ob es eine Ausgabe an zentralen Stellen oder in den Verkehrsmitteln geben wird, soll mit der Bogestra und der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) abgestimmt werden.

Piraten: Kein Ticket zwischen Rathaus und Bahnhofstraße

Die Piraten schlagen in eine ähnliche Kerbe – würden den kostenlosen Nahverkehr aber nicht nur auf die Weihnachtszeit beschränken. In einem eigenen Antrag fordert die Ratsfraktion, das Fahren mit Bus und Straßenbahn zwischen den Haltestellen Witten Rathaus, Berliner Straße und Bahnhofstraße grundsätzlich fahrscheinfrei anzubieten. „Diese Maßnahme würde das Einkaufen in der Wittener Innenstadt attraktiver machen“, heißt es in dem Antrag. „Wir erwarten insbesondere einen positiven Effekt für die untere Bahnhofstraße.“

Die Bogestra habe zudem keinen großen Einnahmeausfall zu befürchten, weil aktuell kaum jemand einen Fahrschein löse, um die Fußgängerzone hoch und runter zu fahren. Stattdessen „würden durch dieses Angebot Personen in die Straßenbahn oder den Bus einsteigen, die diese sonst nicht nutzen würden.“

Beide Anträge sind Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung am 27. Juni (17 bis 20 Uhr) im Rathaus.

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