Naturdenkmal wird am 15./16. April gefällt

Für Blutbuche naht das Ende

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Witten. Am 15. und 16. April wird die rund 200 Jahre alte Blutbuche in der Straße „In der Lake“ gefällt. Dem Naturdenkmal fehlt wegen starken Pilzbefalls die notwendige Standsicherheit.

Deshalb sieht sich die untere Landschaftsbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises zu diesem Schritt gezwunge. „Leider waren die in den letzten Jahren eingeleiteten vielfältigen Aktivitäten, um den Baum zu erhalten, damit leider vergebens. Der Baum ist heute unwiderruflich so stark geschädigt, dass wir für die Sicherheit der Menschen nicht mehr garantieren können. Das Fällen ist damit bedauerlicherweise ohne Alternative“, heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus.

Grund des Übels ist laut eines vorliegenden Gutachtens vor allem der Riesensporling. Diese Pilzart, die die Standsicherheit von Bäumen beeinträchtigen kann, ist insbesondere bei Buchen gefürchtet. Der Riesenporling gilt als Schwächeparasit, der durch verletzte oder abgestorbene Wurzeln eindringt und sie zerstört. Diese Fäule kann sich bis in den unteren Stamm ausbreiten. Der Baum reagiert darauf mit zusätzlichen Seitenwurzeln, die ihn weiter mit Wasser und Nährstoffen versorgen und gesund aussehen lassen. Parallel schreiten allerdings die Schäden an de Hauptwurzel und die damit verbundenen Folgen für die Standsicherheit voran.

Für das Fällen des Baumes muss die Straße In der Lake vor dem Haus Nr. 24 am 15. und 16. April gesperrt werden. Eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer wird eingerichtet.

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