Freizeitzentrum Kemnade

Freizeitbad Heveney hat ein dickes Minus in der Kasse

Lage des Freizeitzentrums Kemnader See und des Freizeitbad Heveney Witten (Fotos im Saunabereich) am Mittwoch, 16.10.2013. Foto: Thomas Nitsche

Lage des Freizeitzentrums Kemnader See und des Freizeitbad Heveney Witten (Fotos im Saunabereich) am Mittwoch, 16.10.2013. Foto: Thomas Nitsche

Foto: WAZ/FotoPool

Witten.   Durch die Trennung von Bad und Sauna erzielte das Freizeitbad Heveney im vergangenen Jahr bei den Eintrittsgeldern 430 000 Euro weniger. Aus Sicht der Gäste war die Trennung der Bereiche jedoch vorteilhaft.

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Das Freizeitbad Heveney musste im Vorjahr starke Rückgänge bei den Eintrittsgeldern hinnehmen. Ein Bericht für den Wirtschaftsausschuss des Regionalverbandes Ruhr (RVR), der sich mit den kriselnden Revierparks befasst, beziffert den Einnahmeverlust mit knapp 430 000 Euro.

Damit liegt das Freizeitzentrum Kemnade in negativer Hinsicht ganz vorne. Im Revierpark Mattlerbusch (Duisburg) liegen die Verluste bei 245 000 Euro, im Revierpark Vonderort (Oberhausen) bei 110 000 Euro). Nun muss man zur Ehrenrettung der nach wie vor bei Besuchern äußerst beliebten Ruhr-Therme sagen: Hier wurde nicht schlecht gewirtschaftet. Vielmehr führte die Trennung des Sauna- und Badtarifs maßgeblich zu der Verschlechterung.

Aus Gästesicht war diese Trennung von Vorteil: So müssen Badbesucher beispielsweise für zwei Stunden (vier statt neun Euro) nicht mehr wie früher die Sauna mitbezahlen, obwohl sie vielleicht nur mit ihren Kindern schwimmen gehen wollen. Die Sauna kostet dagegen weiterhin neun Euro für diese Zeit.

Das wirkte sich auf die Besucherzahlen insgesamt aus: Das Schwimmbad verzeichnet Zuwächse (plus 14 000), während die Zahl der Gäste in der Sauna zurückgegangen ist und auch die Aufenthaltsdauer beim Schwitzen kürzer geworden ist. All das führt laut RVR-Bericht „in der Folge dazu, dass die Durchschnittseinnahme je Besucher deutlich zurückgegangen ist und in Summe dann zu diesem Einbruch bei den Einnahmen.“

Mit dem Plus der Badegäste steht Kemnade zumindest besser da als Revierparks in Oberhausen, Gelsenkirchen oder Herne. Allerdings, daraus macht Freizeitzentrum-Geschäftsführer Wilfried Perner gar keinen Hehl, „müssen wir sehen, dass wir den Besucherrückgang insgesamt auffangen“. Rund 380 000 seien es im letzten Jahr gewesen. Allerdings müsse dringend investiert werden, etwa in Saunabereich, ein neues Warmwasserbecken oder einen Ruheraum.

Investitionen konnten bislang aus Überschüssen des Bads gestemmt werden, die jetzt fehlen. Wobei das Bad immer noch eine schwarze Null schreibe, so Perner. Einsparungen seien bereits vorgenommen werden, etwa im Grünbereich, ohne dass es der Besucher bemerkte. Die Schafe haben ein Teil der Grünpflege übernommen . . .

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