FOTO-RÄTSEL

Ein Geschenk an die Kirche

Die ursprüngliche Fassade des „Helenenstift“ wurde bis heute erhalten.

Die ursprüngliche Fassade des „Helenenstift“ wurde bis heute erhalten.

Foto: Svenja Hanusch

Viele erinnern sich an das „Helenstift“ als Begegnungsstätte der evangelischen Kirchengemeinde. Klinkerhaus wurde schon 1904 erbaut.

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Der rote Klinkerbau mit dem markanten Schritzug „Helenenstift“ an der Vormholzer Straße wurde 1904 vom Herbeder Brauereiunternehmer Fr. Brinkmann erbaut und zu Ehren seiner Frau Helene an die evangelische Kirchengemeinde im Ort gestiftet. Viele Leser erinnern sich noch an das historische Gebäude als Begegnungsstätte der Gemeinde. Andere waren beim Vorbeiradeln oder Vorbeifahren fasziniert von seinem Anblick. Noch heute zieht das „Helenenstift“ die Blicke auf sich. Wohl auch, weil es inzwischen einen modernen Anbau gibt, der die Lücke zwischen Geschichte und Gegenwart schließt. Inzwischen wird in dem denkmalgeschützten Haus gewohnt, aber auch gearbeitet. Wir danken für alle Zuschriften zu unserem Foto-Rätsel.

Das gesuchte Haus steht in Herbede an der Vormholzer Straße.Ich bin häufig daran vorbei gefahren wenn ich nach Vormholz,zu den Herbeder Friedhöfen oder auch zum Schwimmbad wolte.

Dieter Koch



Das „Helenenstift“ wurde von dem Besitzer der Ruhrtalbrauerei Fr. Brinkmann aus Herbede, zu Ehren seiner Frau Helene an die evangelische Kirchengemeinde gestiftet. Die bekannte Ruhrtalbrauerei des Fabrikanten Fr. Brinkmann (1850 bis 1920) übernahm die Hausbrauerei Lürmann (heute Wohnhaus, Ruhrtal Nr. 7). 1874 bekam Herbede seinen Anschluss an die „Bergisch-Märkische-Eisenbahn“ und so ging das im Herbeder Volksmund „Hopfentee“ genannte Brauereierzeugnis per Bahn in alle Welt. An die alte Tradition des Bierbrauens im Ruhrtal knüpft die Ruhrtalbrauerei seit dem Jahre 2008 wieder an.

Werner Schultze

Ich kenne das Gebäude nur durch aufmerksames Beobachten der umliegenden Häuser bei meinen Touren. Früher waren das anstrengendere Fahrten mit dem Fahrrad, heute geht es etwas bequemer mit dem Auto die Vormholzer Straße in Herbede hinauf. Persönliche Beziehungen zu diesem Gebäude habe ich nicht.

Manfred W. Schwandt


Das gesuchte Haus wurde 1904 vom Brauereibesitzer Brinkmann erbaut und am 18. Dezember 2000 in die Denkmalliste der Stadt Witten eingetragen. Bis 1981 war es ­– neben der Kirche – zentrales Gebäude des Gemeindelebens der evangelischen Kirche Herbede.

Christina Wildvang

Guten Tag,das abgebildete Haus ist das „Helenenstift“ im Stadtteil Witten-Herbede.

Katharina Noisten

Das Foto-Rätsel zeigt das „Helenenstift“ an der Vormholzer Straße im Ortsteil Herbede! Hier habe ich in meiner Ausbildung zum Elektro-Installateur gearbeitet. Das muss 1967 gewesen sein. Bin auch sehr oft dort vorbei gefahren und gegangen, da meine Frau aus Vormholz stammt. Damals gehörte das Helenenstift noch zur evangelischen Kirchengemeinde

Michael Röder

Im Denkmal lässt es sich gut wohnen

Der zweigeschossige Klinkerbau mit differenzierter Baukörpergestaltung im Stil des Historismus wurde 1904 erbaut. Die Gestaltung des Giebels orientiert sich an den Formen deutscher Renaissance, während die spitz zulaufenden Fensterformen an die englische Tudorgotik erinnern. Der Architekt war Friedrich Däche.

Däche war um die Jahrhundertwende einer der bedeutendsten Architekten Wittens. Der Schriftzug „Helenenstift“ auf dem Putzschild am Giebel zeugt davon, dass das Gebäude der evangelischen Kirchengemeinde vom Brauereibesitzer Brinkmann aus Herbede zu Ehren seiner Frau Helene gestiftet wurde.

Die Kirchengemeinde nutzte das Gebäude als Gemeindehaus bis 1981. Danach diente es als Wohnhaus und wurde in den Jahren 2001 und 2002 umfassend renoviert, umgebaut und um einen Anbau erweitert. Seither ist es in privater Hand von Dr. Franz-Josef Kleschnitzki und beherbergt neben sieben Wohneinheiten auch zwei Büros, u.a. das Architekturbüro „Plankollektiv“. Die Architekten waren maßgeblich an Renovierung und Umbau beteiligt. Das Konzept eines kombinierten Wohn- und Bürohauses stammt von ihnen. An der Erhaltung und Nutzung des Gebäudes besteht ein öffentliches Interesse, vor allem aus bau- und sozialgeschichtlichen Gründen.

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