Einweihung

Drei Freiwillige Feuerwehren endlich unter einem Dach

Moderne Optik: das neue Feuerwehrgerätehaus der „Hölzer“ an der Kämpenstraße.

Moderne Optik: das neue Feuerwehrgerätehaus der „Hölzer“ an der Kämpenstraße.

Foto: FUNKE Foto Services

Witten.   Die Freiwilligen Löscheinheiten Durchholz, Vormholz und Bommerholz haben endlich eine neue Wache. Lange gab es Diskussionen um den Standort.

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Rund 300 Gäste fanden den Weg an die Kämpenstraße in Durchholz, um gemeinsam das neue Feuerwehrgerätehaus für die „Hölzer“ einzuweihen. 15 Monate nach der Grundsteinlegung gab es in der großen Fahrzeughalle viele Grußworte und Glückwünsche, Blicke in die Vergangenheit und die Zukunft. Symbolisch wurde ein großer Schlüssel übergeben, bevor die Besucher neugierig die Wache erkunden konnten.

An der Kämpenstraße 147 werden künftig die Löscheinheiten der Freiwilligen aus Bommerholz, Durchholz und Vormholz untergebracht sein. Martin Kramer, Löschzugführer aus Durchholz und Moderator des kleinen Festaktes, betonte, dass unter dem neuen, gemeinsamen Dach die Gemeinschaft groß geschrieben werde, obwohl alle „Hölzer“ ihre Selbstständigkeit behalten.

Bürgermeisterin Sonja Leidemann warf einen Blick auf die 25-jährige Geschichte des Werdens der neuen Wache. Sie sprach über die Mängel an den alten Standorten, die Beschlüsse für ein gemeinsames Feuerwehrhaus, das notwendige Raumprogramm und die Finanzierung. Erhebliche Diskussionen habe es rund um die Frage des künftigen Standortes gegeben, bevor die Entscheidung für die Kämpenstraße fiel. Die Idee zur gemeinsamen Wache kam allerdings aus den Reihen der Kameraden selbst. Das war im Jahr 1996.

„Es ist schön, dass man auch in schwierigen Zeiten etwas bewegen kann“, bedankte sie sich bei den Wehrleuten und allen Mitstreitern. „Für die Sicherheit unserer Bürger haben die Hölzer jetzt eine Einheit in ihrer Selbstständigkeit gefunden. Ich wünsche den Freiwilligen ein schönes, neues Zuhause.“

Symbol der Wertschätzung

„Es ist kein alltägliches Erlebnis und keine Standardaufgabe, ein Feuerwehrhaus einzuweihen“, betonte Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm. „Ein neues Haus ist ein Symbol der Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der Freiwilligen. Ihr habt jetzt eine gute Unterkunft an einem guten Standort. Ich wünsche, dass jeder, der hier ausrückt, wieder heil zurückkommt. Und hoffe, dass es viel Lachen und nur wenige Tränen gibt.“

Architektin Simone Mattendi von der Firma kplan betonte: „Große Projekte brauchen lange, großartige Projekte manchmal etwas länger.“ Aber nach Baubeginn im Dezember 2014 ging es schließlich doch recht zügig voran. „Mit einer kleinen Verzögerung können wir heute nach nur 17 Monaten Bauzeit die Schlüssel übergeben.“

Das neue Feuerwehrgebäude ist in doppelter Hinsicht ein Drei-Generationen-Haus. So ist es nicht nur Heimat für die drei „Hölzer“, sondern auch für die Jugendfeuerwehr, die aktiven Blauröcke und die Mitglieder der Ehrenabteilungen – wie eine große Familie, in der jedes Mitglied eigenständig bleibt und liebgewordene Traditionen weiterpflegen wird.

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