Am Wochenende gibt der Spätsommer noch mal Gas, um die 30 Grad sind angekündigt. Da könnte der ein oder andere noch mal die Schwimmsachen rausholen und ins Freibad oder vielleicht sogar in die Ruhr springen. Hunderte hatten während der Hitzephase verbotenerweise Abkühlung in dem Fluss gesucht. Dass das Wittener Ordnungsamt einzelne Badende sogar mit Knöllchen bestrafte, hat hohe Wellen geschlagen – die noch nicht ganz abgeebbt sind.
In einem offenen Brief an die Bürgermeisterin übt der SPD-Ortsverein Witten-Herbede scharfe Kritik an dieser Praxis. „Die Vorgehensweise, die das Ordnungsamt in diesem Sommer an den Tag legt, halten wir für unverhältnismäßig.“ Die Mitarbeiter werden aufgefordert, die „Maßregelungen“ der Bürger zu unterlassen. „Friedlich Badende, die kein öffentliches Ärgernis darstellen, sondern nur eine Erfrischung suchen, mit Bußgeldern zu belegen oder ihnen mit weitergehenden Maßnahmen zu drohen, erscheint uns absolut unangebracht“, schreibt die Herbeder SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gabriele Günzel an ihre Spitzengenossin Sonja Leidemann. Stattdessen würden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dort benötigt, wo ihr Dienst für die Allgemeinheit unerlässlich sei.


