Es schien, als wären alle Weichen bereits gut gestellt: Am 22. September sollten weite Teile der Innenstadt für Autos tabu sein. Der Rat hatte einen entsprechenden Bürgerantrag in seiner Sitzung Anfang Juli einstimmig genehmigt. Doch bei den weiteren Planungen stellte sich rasch heraus: Der Termin in diesem Jahr – zeitgleich mit dem Fest zum Weltkindertag – ist nicht zu halten. Die Behörden legten ihr Veto ein. Sie brauchen für die Planung und das Sicherheitskonzept mehr Zeit.
Die Stadt werde als Veranstalter mit an Bord sein und für das Sicherheitskonzept verantwortlich zeichnen, hatte Kämmerer Matthias Kleinschmidt bei der Ratssitzung gesagt und auch da schon betont: „Das ist ein aufwendiges Thema, das viel Organisation seitens der Stadt bedeuten wird.“ Bei einem Treffen der Organisatoren mit Feuerwehr, Polizei und den beteiligten Ämtern wurde dann rasch klar, wie viel Aufwand es wirklich bedeutet. Für jede Straße müsse geprüft werden, ob und wie die Rettungswagen an einem autofreien Tag durchkommen würden, erklärt Fahrradbotschafter Andreas Müller, der die Aktion mitplant. Denn autofrei heiße ja nicht nur, dass die Wagen stehen bleiben, sondern auch, dass die Menschen auf die Straßen kommen sollen.


