Der große Umbau ist geschafft. Noch ist das Kirchenschiff leer. Doch am Samstag (17. August) werden die Bänke auf das neue, helle Podest aus Eichenparkett gestellt. Und selbst, wenn das Wetter so herbstlich bleiben sollte wie in den letzten Tagen, werden die Besucher beim Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Heven am Sonntag wohlig warme Füße haben. Denn dann springt die neue Fußbodenheizung an, die mit Erdwärme gespeist wird – und das ist einmalig in einer denkmalgeschützten Kirche in Deutschland.
„Alles Gute kommt von unten“: Mit diesem launigen Slogan hatte die Gemeinde das Projekt, die erste CO2-freie denkmalgeschützte Kirche Deutschlands zu werden, im letzten Jahr gestartet. Die Planungen dazu sind schon älter. Schon seit 2008 war klar, dass die sieben Gaseinzelöfen in Sachen Sicherheit und Effizienz nicht mehr den modernen Anforderungen entsprachen. Die Gemeinde informierte sich über Elektroheizungen, Blockheizkraftwerke - und stieß schließlich auf die Erdwärme. Denn zukunftsorientiert und umweltfreundlich, so sollte die neue Heizungsanlage sein, da war man sich rasch einig – obwohl das Schlagwort „klimaneutral“ damals noch nicht in aller Munde war. „Wir waren ja immer schon ökologisch unterwegs“, sagt Pfarrerin Heike Bundt und verweist auf die altgediente Solaranlage auf dem Dach.


