Oldtimer-Fans sollten am Sonntag (27.5.) dem Ostermann-Parkplatz in Witten einen Besuch abstatten. Von 9 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr kann man dort 80 automobile Schätzchen bewundern. Der Rotary-Club Witten-Hohenstein lädt zum siebten Mal zur Oldtimer-Rundfahrt für einen guten Zweck ein. Start- und Zielpunkt der 120-Kilometer-Tour ist der Möbelhaus-Parkplatz in Rüdinghausen.

Wie in den vergangenen Jahren kommen die Teilnehmer aus dem ganzen Ruhrgebiet, wenn auch ein Wittener stolz darauf sein kann, die Fahrt, die auch durch das Bergische Land führt, mit dem ältesten Wagen anzutreten – einem englischen Fabrikat. „Es ist ein Riley Special, Baujahr 1935“, sagt Rallye-Teamleiter Friedrich-Peter Schöler vom Rotary-Club nach einem Blick in seine Starterliste.

Fahrer müssen Prüfungen bestehen

Die ersten „Retroklassiker“ werden am Sonntag schon um 8.30 Uhr auf dem Ostermann-Gelände eintreffen, wo die Fahrer nach einem Frühstück zunächst eine Prüfung absolvieren müssen, bevor die Fahrt beginnen kann. Die Oldtimer-Rallye führt erst nach Bommern, dann über Wengern nach Gevelsberg, Silschede und Ennepetal bis nach Solingen, erklärt Schöler. Die Müngstener Brücke ist das Zwischenziel. Zwischen Remscheid und Solingen überspannt Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke (107 Meter hoch) das Tal der Wupper. Von dort werden die Oldtimer auf einer anderen Route zurück nach Witten fahren.

Rallye hat viele Sponsoren

Die Oldtimer-Rundfahrt findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Witten und dem Wittener Oldtimer-Stammtisch statt.

Neben den Startgeldern gehen auch die Gelder der Sponsoren – wie etwa Ostermann, die Wittener Sparkasse, AHE, AVU, J.D. Neuhaus, Landschaftsbau Karger und AS Schöler – an die Neven-Subotic-Stiftung.

Auf der gesamten Strecke müssen die Fahrer Prüfungen bestehen und Rätsel lösen. Worum es dabei genau geht, werde natürlich noch nicht verraten, betont Rallye-Teamleiter Friedrich-Peter Schöler schmunzelnd. „Ab 16 Uhr werden die ersten Fahrzeuge wieder auf dem Ostermann-Gelände erwartet, wo auch die Abschlussfeier und die Siegerehrung stattfinden.“

Stiftung sorgt für Brunnen an Schulen in Äthiopien

Die Liste der teilnehmenden Fahrzeuge liest sich wie ein „Who-is-Who“ der bekannten Nobelmarken von 1935 bis 1988 – darunter Rolls-Royce, Bentley, Mercedes, Porsche und Jaguar. Aber auch Exoten wie Lotus, Pininfarina oder Austin können bestaunt werden. Der Wittener Torsten Sieker wird mit seinem Opel-Record A, Baujahr 1965, an der Rallye teilnehmen. Die Wittenerin Andrea Matros geht mit ihrem 56 Jahre alten VW-Käfer auf Tour.

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Wie in den vergangenen zwei Jahren werden die Start- und Sponsorengelder der Neven-Subotic-Stiftung zugutekommen, die an Schulen in Äthiopien Trinkwasserbrunnen und Sanitäranlagen errichtet, damit die dortigen Kinder am Unterricht teilnehmen können. „Jeweils 20 000 Euro kamen bei den beiden letzten Rallyes zusammen. Mit dem Geld bekamen zwei Schulen in Äthiopien Brunnen und Sanitäranlagen“, freut sich Jörg Dehne, Präsident des Rotary-Clubs Witten-Hohenstein.

Fußballer Neven Subotić steht für Gespräche bereit

Der ehemalige BVB-Spieler Neven Subotić, der heute beim französischen Erstligisten AS Saint-Étienne unter Vertrag steht, hat die Stiftung gegründet. Der 29-Jährige wird Sonntag ab 16 Uhr auf dem Ostermann-Parkplatz für Gespräche rund um sein Engagement in Äthiopien zur Verfügung stehen und auch Autogrammwünsche erfüllen.