Forensik

Gutachten geben grünes Licht für Forensik-Bau in Wuppertal

Auf diesem Gebiet soll das Gelände für 150 psychisch kranke Straftäter gebaut werden. Die Kleine Höhe in Wuppertal entlang der Nevigeser Straße  grenzt an Nevigeser Stadtgebiet.

Auf diesem Gebiet soll das Gelände für 150 psychisch kranke Straftäter gebaut werden. Die Kleine Höhe in Wuppertal entlang der Nevigeser Straße grenzt an Nevigeser Stadtgebiet.

Velbert-Neviges.   Die Planungen zur Forensik Kleine Höhe werden konkreter: Erste Gutachten sehen keine Probleme bei der geplanten Erschließung des Baulandes.

Bei der Planung zum Bau einer Forensik auf der Kleinen Höhe liegen inzwischen erste Ergebnisse aus den Gutachten vor. Demnach sind weder bei der Verkehrserschließung, noch der Entwässerung, noch beim Umweltschutz Probleme zu erwarten.

Bau könnte frühestens 2019 beginnen

Nach wie vor ist jedoch nicht entschieden, ob auf der Kleinen Höhe in Wuppertal auf der Stadtgrenze zu Neviges wirklich eine Klinik für 150 psychisch kranke Straftäter entsteht. Bisher hat die Stadt Wuppertal dem Land NRW lediglich auf der Kleinen Höhe ein 23 Hektar großes Grundstück angeboten, davon könnten fünf Hektar zwischen der Nevigeser Straße und dem Schanzenweg als Bauland dienen. Falls der Rat der Stadt Wuppertal den Bau bis Ende diesen Jahres beschließt, könnte das Land 2018 den Bauantrag stellen, beschreibt Martina Eckermann aus dem Presseamt der Stadt Wuppertal den Zeitplan. Im Frühjahr 2019 könnte dann mit dem Bau begonnen werden.

Und der würde sich, so die ersten Ergebnisse aus den Gutachten, problemlos gestalten: Was den Boden- und Wasserhaushalt betrifft, gibt es keinerlei Hinweise auf archäologisch relevante Befunde.

Neue Brutstätte für Feldlerche-Paar gesucht

Und auch die Tierwelt werde durch einen möglichen Bau nicht gestört, so lautet die Zusammenfassung des Dortmunder Büros „grünplan. Büro für Landschaftsplanung.“ Weder Fledermausarten wie der Große Abendsegler oder Greifvögel wie Turmfalke, Mäusebussard und Rotmilan würden in ihrer Existenz bedroht: Die bekannten Brutplätze lägen etwa 800 bis 1400 Meter vom Bauland entfernt. Einzig die Feldlerche mache den Umweltexperten Arbeit, genau gesagt zwei Feldlerchenpaare: Die haben sich just diese fünf Hektar in der Vergangenheit als Brutstätte ausgesucht. Und da den Feldlerchen eine „hohe raumbezogene Reviertreue“ bescheinigt wird, werden sie das auch in Zukunft tun.

Keine Probleme bei der Entwässerung

Hier müsse den Tieren frühzeitig eine Ersatzbrachfläche geschaffen werden, und zwar in einem Umfeld von 2 Kilometern. Zur Entwässerung: Berücksichtige man mehrere Versickerungsareale auf dem Gelände, seien auch hier keine Probleme zu erwarten, so das Ergebnis des Ingenieurbüros Beck, Fachbüro für Wasser,- und Siedlungswirtschaft.

Bereits im letzten Jahr wurde den Bürgern ein erster Entwurf der Forensik vorgestellt, der bis heute Bestand hat: Geplant sind demnach fünf Klinikgebäude: zwei dreigeschossige Patientengebäude, ein Freizeithaus, eine Sporthalle und die Pforte. Umgeben ist das Gelände von einem 5,5 Meter hohen Zaun und einem breiten Sicherheitsstreifen.

>>>STADT WUPPERTAL INFORMIERT AUF HOMEPAGE ÜBER ENTWICKLUNGEN

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