Gewerbeflächen

Winkhauser Tal: Stadt Essen will Druck auf Mülheim ausüben

Die Stadt Essen wehrt sich gegen die Gewerbeflächenpläne Mülheims im Winkhauser Tal.

Die Stadt Essen wehrt sich gegen die Gewerbeflächenpläne Mülheims im Winkhauser Tal.

Foto: Ulrich von Born / FUNKE Foto Services

Mülheim/Essen.  Die Stadt Essen will prüfen, das Winkhauser Tal zu schützen. Laut Mülheims Gewerbeflächenkonzept soll dort Industrie angesiedelt werden.

Für die Rettung des Winkhauser Tals soll sich die Verwaltung und der Rat der Stadt Essen in Mülheim einsetzen – das fordern die Nachbarn aus Essen-Schönebeck. Sie wehren sich gegen die Pläne von Wirtschaftsförderer Hendrik Dönnebrink, dort Industrie anzusiedeln.

Die Bezirksvertretung IV in Essen stimmte einem Antrag der CDU zu, weitete ihn allerdings auf Wunsch von SPD und Grünen auch auf das Hexbachtal aus. Die Stadt Essen solle nun prüfen, ob durch Tausch, Überlassung von Grundstücken oder deren Kauf die auf Mülheimer Gebiet liegenden Flächen geschützt werden könnten.

CDU wollte keine Ausweitung auf Hexbachtal

„Schön, dass wir alle an einem Strang ziehen“, freute sich Sigrid Engels (EBB), doch so einig waren sich die Fraktionen nicht. Denn die CDU wollte eigentlich keine Ausweitung des Antrags auf das Hexbachtal, weil das seine „Aufweichung“ bedeuten würde. „Die Durchschlagskraft wäre nicht so hoch“, warnte Jessica Fuchs (CDU).

Lob für die örtlichen Politiker kommt auch von der Initiative „Rettet die Schönebecker Grünflächen“. Ihr Sprecher Wolfgang Sykorra schreibt: „Wir sind natürlich sehr erfreut über die politische Rückendeckung, die wir von der Bezirksvertretung Borbeck im Kampf um die Siepenlandschaft des mittleren Ruhrgebiets erfahren.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben