Fridays for Future

Willy-Brandt-Gesamtschule in Mülheim veranstaltet Klimatag

Auf Fußabdrücken hielten die rund 1000 Schüler ihre persönlichen Klimaziele fest. Auf dem Schulhof wurden die Klimaziele präsentiert

Auf Fußabdrücken hielten die rund 1000 Schüler ihre persönlichen Klimaziele fest. Auf dem Schulhof wurden die Klimaziele präsentiert

Foto: Martin Möller

Mülheim.   Projekttag als Reaktion auf Fridays for Future: Mülheimer Schüler sollen kritisches Denken lernen. SPD-Politiker Arno Klare lobt das Engagement.

Alles fing vor einigen Wochen damit an, dass sich immer mehr Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule über den Umgang mit Fehlstunden beschwerten, die durch die Teilnahme an den Fridays for Future-Demonstrationen entstanden. Schulleiterin Karin Rinn schätzt das Engagement der Jugendlichen: „Diese Bewegung ist genial.“ Nichtsdestotrotz seien ihr als Schulleiterin aus gesetzlicher Sicht die Hände gebunden. „Ein Streik muss wehtun, aber wer daran teilnimmt, produziert unentschuldigte Fehlstunden“, erklärt sie.

Um nicht tatenlos zuzusehen – wie Rinn es selbst formuliert – hat sie gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Mathias Kocks binnen acht Tagen den Klimatag auf die Beine gestellt. Das Ziel des Projekttages: die Schülerinnen und Schüler zum kritischen Denken anzuregen und mit kleinen Klimazielen des Einzelnen als Schule etwas zu bewirken.

Bald soll es regelmäßige Energiespartage geben

Auch die Schülervertretung war an der Organisation des Klimatags beteiligt. In naher Zukunft will sie regelmäßige Energiespartage einführen. An diesen Tagen soll der Stromverbrauch möglichst weit gesenkt werden, indem man auf überflüssige Lichtquellen und den Einsatz von elektronischen Geräten wie Beamer verzichtet. Bei der Verkündung auf der eigens für den Klimatag errichteten Bühne erntete dieser Plan viel Beifall von den rund 1000 Schülerinnen und Schülern.

Christopher Müller aus der Schülervertretung wandte sich mit deutlichen Forderungen an den Bundestagsabgeordneten Arno Klare, der bei dem Projekttag ebenfalls dabei war. „Verkehrs- und Kohlelobbys müssen in Zukunft aus Umweltentscheidungen rausgehalten werden“, forderte der Abiturient. SPD-Politiker Klare bewertete die Forderungen als wichtig: „Wir müssen konsequenter sein und weniger auf die Lobbyisten achten.“ Er forderte die Schülerinnen und Schüler zudem auf, sich an der anschließenden Fridays for Future-Demonstration zu beteiligen: „Die Bewegung muss weitergehen, so könnt ihr etwas bewirken.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben