Virtuoser Vivaldi im Kammermusiksaal

Die rund 200 Konzertbesucher im fast ausverkauften Kammermusiksaal der Stadthalle erlebten einen Konzertabend, der diesmal ganz im Zeichen des Mandolinenvirtuosen Detlef Tewes stand. Das Mülheimer Zupforchester (MZO) und sein künstlerischer Leiter Dominik Hackner hatten Tewes, selbst Leiter des MZO von 1988 bis 2002, für das gemeinsame Musizieren eingeladen.

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Die rund 200 Konzertbesucher im fast ausverkauften Kammermusiksaal der Stadthalle erlebten einen Konzertabend, der diesmal ganz im Zeichen des Mandolinenvirtuosen Detlef Tewes stand. Das Mülheimer Zupforchester (MZO) und sein künstlerischer Leiter Dominik Hackner hatten Tewes, selbst Leiter des MZO von 1988 bis 2002, für das gemeinsame Musizieren eingeladen.

Das Orchester eröffnete das Programm mit dem Divertissement von Dietrich Erdmann. Erdmann war dem Orchester bis zu seinem Tode freundschaftlich verbunden und widmete dem MZO mehrere Kompositionen. Schon im zweiten Werk, dem Mandolinenkonzert von Ulrich St. Fauth, konnten Solist und Orchester ihre Meisterschaft unter Beweis stellen. Fauth bietet den Zuhörern in seinem Werk keineswegs leichte Kost. Dennoch gelang es den Musikern gänzlich, das Werk in seiner Virtuosität und technischen Schwierigkeit transparent darzustellen. Dominik Hackner moderierte wieder alle Konzertbeiträge an und brachte so die Werke auch dem ungeübten Zupforchesterkonzertbesucher nahe.

Im nächsten Block präsentierten die Musiker nun das zentrale Werk des Abends. Vivaldis Konzertzyklus Le Quattro Stagioni aus opus VIII. Tewes hatte eigens für den Konzertabend eine völlig neue Bearbeitung des Werkes für Solo-Mandoline und Zupforchester erstellt. Vivaldi selbst hatte in seinem umfangreichen Werk von weit über 600 Kompositionen verschiedene Konzerte mit Mandoline und Sopranlaute hinterlassen.

Mit Max Baumanns Serenata danzante italiana folgte ein weiterer Höhepunkt. Mit feuriger Virtuosität, und als besonderes Schmankerl die Verwendung einer E-Gitarre, fand das Konzert seinen Abschluss. Mit drei geforderten Zugaben, darunter der berühmte Czardas von Vittorio Monti, entließen die Musiker die Zuhörer in den Abend.

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