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Spendenaktion erfolgreich: Josie (3) bekommt den Begleithund

Die dreijährige Josie leidet an einem seltenen Gendefekt, dem Angelman-Syndrom. Ein speziell geschulter Collie soll ihr und ihrer Familie den Alltag erleichtern.

Die dreijährige Josie leidet an einem seltenen Gendefekt, dem Angelman-Syndrom. Ein speziell geschulter Collie soll ihr und ihrer Familie den Alltag erleichtern.

Foto: Jennifer Zibner

Mülheim.  Die dreijährige Josie, die an einem seltenen Gendefekt leidet, bekommt einen Collie als Begleithund. Dank dem Mülheimer Verein Rolli Rockers.

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Kurz vor Weihnachten hatte der Verein Rolli Rockers Sprösslinge eine Spendenaktion gestartet für die dreijährige Josefine Zibner, genannt Josie. Das kleine Mädchen, das an einem seltenen Gendefekt leidet, soll einen Begleithund bekommen. Nun ist das Geld zusammen – und die Freude bei der Familie riesengroß.

Dreijährige leidet am Angelman-Syndrom

Josie, die in Krefeld lebt, hat das Angelman-Syndrom. Es bewirkt, dass die Betroffenen für immer auf dem Entwicklungsstand eines Kleinkindes bleiben. Die Dreijährige ist zudem fast taub und kommt nachts sehr schwer zur Ruhe. Die Wahrscheinlich ist groß, dass sie später zusätzlich eine Epilepsie entwickelt. Ein besonders sensibler und geschulter Hund, der mit ihr aufwächst und ihre Signale versteht, könnte sie im Alltag unterstützen, eine Art Freund werden, meint die Familie.

Auch der Mülheimer Verein Rolli Rockers Sprösslinge ist von dieser Idee überzeugt. Er arbeitet seit längerem mit Filiz Erfurt zusammen, die sich darauf spezialisiert hat, Collies als Assistenz- oder Therapiehunde auszubilden. Dies könnte auch in Josies Fall eine gute Lösung sein. Allerdings: Die Ausbildung eines Welpen ist sehr aufwändig und kostspielig. Rund 18.000 Euro muss Familie Zibner dafür aufbringen, 3500 Euro fehlten zuletzt noch.

Mit Unterstützung verschiedener Spender aus Mülheim, Firmen und Privatpersonen, ist die Summe jetzt zusammengekommen, berichtet Bernd Nierhaus, Gründer von Rolli Rockers. Als er Josies Mutter, Jennifer Zibner, die guten Neuigkeiten telefonisch überbrachte, habe sie vor Freude geweint und sich herzlich bei allen bedankt.

Freudentränen am Telefon

Noch sei der Hund aber nicht da, erklärt Jennifer Zibner gegenüber dieser Redaktion. Er ist nicht einmal geboren, ein geeignetes Muttertier sei aber schon ausgesucht. „Wenn alles gut geht“, sagt sie, „kann der Collie-Welpe im Frühsommer bei uns einziehen.“

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