Einkaufsstraßen

Schloßstraße landet beim Ranking auf einem hinteren Platz

Die Schloßstraße in Mülheim.

Die Schloßstraße in Mülheim.

Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Eine Passantenfrequenz-Zählung in ganz Deutschland ergab jetzt: Mülheims „Einkaufsmeile“ Schloßstraße belegt lediglich Platz 157 von 170.

Bei einer Zählung der Passantenfrequenz auf bundesweit 170 Einkaufsstraßen durch Jones Lang La-Salle hat Mülheims Schloßstraße erwartungsgemäß nicht gut abgeschnitten. Allerdings ist ein leichter Aufwärtstrend ausgemacht.

Am Samstag, 6. Mai, waren 170 deutsche Einkaufsmeilen im Visier der Passantenzählung. Auf der Schloßstraße wurden durchschnittlich 1475 Passanten pro Stunde gezählt, das macht deutschlandweit nur Rang 157. Zum Vergleich: Die Frankfurter Zeil als Deutschlands Top-Einkaufsmeile hatte an jenem Tag 14 875 Besucher je Stunde.

2017er Ergebnis ist für Mülheim besser

Selbst eine etwa gleich große Stadt wie Herne, die auch inmitten anderer Einkaufsstädte hart um Kunden buhlen muss, zählte mit 3070 Passanten pro Stunde auf ihrer Bahnhofstraße noch mehr als doppelt so viele wie Mülheim in seiner Fußgängerzone. Ähnlich die Situation in Oberhausens City, wo am 6. Mai ebenfalls mehr als doppelt so viele Passanten gezählt wurden. Bei den Städten mit 100- bis 250 000 Einwohnern schnitten nur Regensburg und Recklinghausen schlechter als Mülheim ab. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Das 2017er Ergebnis ist für Mülheim besser als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (1328 Passanten/Stunde).

Insgesamt vermeldet Jones Lang La-Salle einen wachsenden Zuspruch der Einkaufstraßen. Das zeige, so Geschäftsführer Dirk Wichner: „Selbst wenn dort für den klassischen Einzelhandel die Umsätze zurückgehen, gibt es für die Menschen noch andere Gründe, die City zu besuchen. Statt zum Beispiel in eine weitere Hose zu investieren, geben sie einen Teil ihres Budgets in einem neuen, trendigen Gastronomie-Konzept aus.“ Städte, die diese Aufenthaltsqualitäten zum Beispiel durch Fußgängerzonen und Außengastronomie böten sowie sich stetig wandelten, würden auch weiterhin volle Innenstädte und damit die entscheidende Basis für den stationären Handel haben.

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