Schulkulturpreis

RWW zeichnet drei Schulen für ihr künstlerisches Wirken aus

Der RWW-Schulkulturpreis 2018 ist am Samstag im Rahmen der Jugendfestspiele „Voll die Ruhr“ verliehen worden.

Der RWW-Schulkulturpreis 2018 ist am Samstag im Rahmen der Jugendfestspiele „Voll die Ruhr“ verliehen worden.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Neben der Gesamtschule Saarn gibt es den Mülheimer RWW-Schulkulturpreis 2018 für das Karl-Ziegler-Gymnasium und die Luisenschule.

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Die hohe Qualität der vielen Kunst- und Musik-Projekte an Mülheimer Schulen machte es der Jury des diesjährigen RWW- Schulkulturpreises nicht leicht. Zum Jugendspektakel „Voll die Ruhr“ am Samstag würdigte man die prämierten Schulprojekte öffentlich auf der Bühne der Schleuseninsel.

Vorne weg die Auszeichnung für ein seit zehn Jahren bestehendes Engagement, die seit langem überfällig war: Für ihre aufwändigen Musical-Inszenierungen und ein musikalisches Potpourri im vergangenen Jahr, welches die eindrucksvollsten Stationen dieses Schaffens zusammenfasste, erhielt die Gesamtschule Saarn nun den Schulkulturpreis im Bereich Musik.

Musicalarbeit der Kulturschule ist „erwachsen geworden“

Die Musicalarbeit der Kulturschule sei „erwachsen geworden“ und habe sich zu Recht zur einer festen Größe im schulischen Alltag entwickelt, unterstrich Bürgermeisterin Margarete Wietelmann das Lob der Jury.

Diese Entwicklung ist vor allem dem Enthusiasmus und Können der Schüler geschuldet, die den Preis jubelnd entgegennahmen. Aber ebenso dem starken Engagement von Musiklehrer Sebastian Klein und Kunstpädagogin Stephanie von der Marwitz, die seit vielen Jahren gemeinsam neben der Schule Stücke bearbeiten, Bühnenbild und Requisiten gestalten.

Mosaik zur Odyssee-Sage und Woyzeck-Inszenierung

Im Bereich der bildenden Kunst punktete das Karl-Ziegler-Gymnasium mit einer heute geradezu ungewöhnlichen Technik und Ästhetik der Mosaik-Gestaltung. In zehn gelegten Teil-Mosaiken stellten Schüler mit Hilfe des Kunstlehrers Johannes Lenhart Stationen der griechischen Odyssee-Sage dar. Das 25 Quadratmeter große Werk ist in der Pausenhalle der Schule zu bewundern. Die Jury lobte die comichafte Bildsprache und die aufwändige künstlerische Technik, die materialästhetisch auf die Entstehungszeit der Odyssee hinweist.

Den Preis im Bereich der darstellenden Kunst ging an die Luisenschule für ihre ambitionierte Woyzeck-Aufführung. Damit holte das Gymnasium zum zweiten Mal hintereinander den Theater-Preis. „Es ist auf erstaunlich eindrucksvolle Art und Weise gelungen, einen alten Text, der vermeintlich weit entfernt von der Realität junger Menschen scheint, in die Jetzt-Zeit zu holen“, lobte die Jury. Mit dem Schulkulturpreis geht nicht nur Anerkennung, sondern auch eine finanzielle Förderung einher: RWW sponsert die Gewinner mit jeweils 1000 Euro.

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