Rechte Chats

Rechte Polizei-Chats: Mitglieder waren in Sat1-Serie aktiv

Die Mülheimer Polizei steht seit Monaten wegen rechtsextremistischer Chatgruppen im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Mülheimer Polizei steht seit Monaten wegen rechtsextremistischer Chatgruppen im Fokus der Öffentlichkeit.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Mülheim.  Zwei Mitglieder der rechtsextremen Chatgruppe der Mülheimer Polizei waren auch in der TV-Serie „Ruhrpottwache“ zu sehen. Was der Sat1 dazu sagt.

Zwei Mitglieder der rechtsextremen Chatgruppe „Alphateam“ der Polizeiwache 4 in Mülheim haben in einer Reality-TV-Serie mitgespielt. Nach Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe) wirkten beide Beamte unter Aliasnamen häufig in der Sat1-Sendung „Ruhrpottwache“ mit.

Eine Sprecherin des Senders betonte auf Anfrage der Zeitung, dass die Polizisten zurzeit nicht mehr aktiv seien. Bei einem Ex-Darsteller handelt es sich um einen Polizeikommissar, der in drei WhatsApp-Runden hetzerische Dateien verbreitet haben soll. Durch ihn kamen die Ermittler im September auf die Spur der rechtsextremen Chats bei der Polizei in Essen und Mülheim.

Polizeikommissar geriet wegen mutmaßlichen Geheimnisverrats ins Visier der Ermittler

Weil er einem Reporter Dienstgeheimnisse verraten haben soll, stellten die Strafverfolger sein Handy sicher. Über die Auswertung des WhatsApp-Accounts stieß die Kripo auf fünf Chat-Zirkel, in denen seit 2015 fremdenfeindliches Material sowie NS-Symbole kursierten. Laut einem Vermerk der Ermittlungskommission „Parabel“ vom 10. September verschickte der Polizeikommissar und TV-Darsteller 31 mutmaßlich strafwürdige Posts, er soll knapp 180 rechtsextreme Nachrichten empfangen haben.

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Der zweite schauspielernde Kollege soll zwar nichts gepostet haben, aber allein im „Alphateam“ 128 strafwürdige Dateien erhalten haben, ohne die Vorgänge zu melden. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren.

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