Parkplätze statt Platanen

Anfang Februar letzten Jahres war der von der Stadt ausgelobte Wettbewerb zur künftigen Gestaltung von Kaiserplatz, Leineweberstraße und dem Zugang zur Altstadt über die Bachstraße abgeschlossen. Sieben Entwürfe waren bei der Stadt eingegangen. Ein Preisgericht, zu dem neben Fachexperten auch Vertreter von Stadtverwaltung und Politik zählten, hatte den Entwurf von der Reicher Haase Associierte GmbH (Aachen), Birgit Hammer (Berlin) und dem Ingenieurbüro Kühnert (Bergkamen) zum Sieger gekürt. Das Konzept hält am Alleecharakter der Leineweberstraße fest. Nur einzelne Bäume sollen weichen, die verbleibenden gelichtet, die Baumreihe gen Dickswall erweitert werden. Der Straßenquerschnitt mit Einrichtungsverkehr von West nach Ost soll erhalten bleiben.

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Anfang Februar letzten Jahres war der von der Stadt ausgelobte Wettbewerb zur künftigen Gestaltung von Kaiserplatz, Leineweberstraße und dem Zugang zur Altstadt über die Bachstraße abgeschlossen. Sieben Entwürfe waren bei der Stadt eingegangen. Ein Preisgericht, zu dem neben Fachexperten auch Vertreter von Stadtverwaltung und Politik zählten, hatte den Entwurf von der Reicher Haase Associierte GmbH (Aachen), Birgit Hammer (Berlin) und dem Ingenieurbüro Kühnert (Bergkamen) zum Sieger gekürt. Das Konzept hält am Alleecharakter der Leineweberstraße fest. Nur einzelne Bäume sollen weichen, die verbleibenden gelichtet, die Baumreihe gen Dickswall erweitert werden. Der Straßenquerschnitt mit Einrichtungsverkehr von West nach Ost soll erhalten bleiben.

Die Neugestaltung von Leineweberstraße und Kaiserplatz ist beschlossene Sache. Es war allerdings eine mehrmals abgespeckte Beschlussvorlage, die das Planungsamt schließlich im Herbst zur Abstimmung stellte. Weil nicht genug Geld da ist, soll das Projekt scheibchenweise realisiert werden. Das Streitthema, ob die Leineweberstraße in Ost-West-Richtung für den Verkehr freigegeben werden sollte, war von vornherein ausgespart. Auch die Neugestaltung der heutigen Parkplatzfläche am Kaiserplatz und der Bachstraße sind ausgenommen, beides soll erst 2019 in realisiert werden. Begründung: Dafür reicht das Geld nicht. Von Anfang an war allerdings klar, dass für das Großprojekt nur 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen würden. In diesem Jahr soll der nördliche Rad- und Fußgängerbereich attraktiver gestaltet werden. Die Straße soll barrierefrei werden, mit maximal drei Zentimetern Absenkung hin zur Fahrbahn. Den Übergang zur Altstadt wird die Stadt sichtbarer machen – mit einer Überpflasterung der Straße. Der Radverkehr soll besser organisiert werden, in Richtung Berliner Platz nur noch als Einrichtungsverkehr, in Richtung Kaiserplatz auf einem Schutzstreifen der Fahrbahn. Allein am nördlichen Rand der Leineweberstraße sollen zwölf Platanen fallen, nur zwei Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Dr. Peter Keil als vom BUND entsandter sachverständiger Bürger beklagte im November im Planungsausschuss, dass der Landschaftsbeirat zu der vorgesehenen massiven Lichtung der geschützten Allee nicht befragt worden ist. Bei wesentlichen Änderungen habe dieser gar ein Vetorecht. Die Stadtverwaltung hält die Ausdünnung um fast jeden zweiten Baum für vertretbar. Dies schränke den Alleencharakter nicht ein. Planungsamtschef Jürgen Liebich betonte, durch die Ausdünnung der Allee könnten 2018 drei zusätzliche Stellplätze geschaffen werden.

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