Regler-Produktion

Mülheims Freilichtbühne plant Open-Air-Angebot ab Juni

Die digitale Mittwochsreihe der Mülheimer Freilichtbühne ist gesichert für zwölf Termine.

Die digitale Mittwochsreihe der Mülheimer Freilichtbühne ist gesichert für zwölf Termine.

Foto: Freilichtbühne

Mülheim.  Die Regler wollen im Juni mit einem Open-Air-Angebot starten. Bis zu 100 Besucher dürfen kommen. Die digitale Mittwochsreihe ist gesichert.

Gute Nachrichten von der Freilichtbühne: Die Regler-Produktion will langsam wieder ihr Programm hochfahren. Ab Juni soll es ein Live-Open-Air-Angebot geben. Außerdem sichert eine Großspende den Reglern ihre neue digitale Mittwochsreihe.

„Wir wollen das Gefühl vermitteln, es tut sich was, da ist ein Licht am Ende des Tunnels“, sagt Regler-Vorsitzender Hans-Uwe Koch. In Mülheim sind Kulturveranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern unter freiem Himmel wieder erlaubt. Die Freilichtbühne mit ihren 2000 Plätzen und einer großen Fläche zum Auftreten hat gute Voraussetzungen, die nötigen Auflagen zu erfüllen.

Programm der Freilichtbühne: „Musik steht nicht im Mittelpunkt“

„Wir prüfen das gerade“, sagt Koch. Es müsse ein Wegeleitsystem eingerichtet, müssten Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Finanziell werde sich das wohl nicht lohnen, aber „um ein Gefühl von Vertrautem, von Liebgewonnenem zu geben“. Am Wochenende soll der Plan „hoffentlich festgezurrt“ werden. Danach wollen die Regler Details zum Programm bekannt geben. Nur so viel verrät Hans-Uwe Koch bislang: „Musik steht nicht im Mittelpunkt.“

Anders bei der digitalen Mittwochsreihe: Aus der Corona-Not heraus wurde das beliebte Format ins Internet gehievt. Als eine Art Wander-Event gastieren die Regler mit Musikern an zwölf Terminen an verschiedenen Orten in Mülheim und übertragen die Konzerte bei Youtube.

Brost-Stiftung unterstützt Mittwochsreihe der Freilichtbühne

Zwar geht der digitale Hut rum, aber das alleine reicht nicht aus, um das Angebot zu finanzieren. Nun hat sich die Brost-Stiftung bereit erklärt, die Regler intensiv dabei zu unterstützen. Stiftungsvorsitzender Bodo Hombach hat eine jahrzehntelange tiefe Verbindung mit der Freilichtbühne.

Schon 1990 schrieb er in einem Beitrag zu dem Buch „Mülheim an der Ruhr“: „Das Gelände der Freilichtbühne bot mir als Jugendlicher Raum für Abenteuer, für Indianer- und andere Spiele, der Park war Kulisse erster romantischer Versuche – zugleich hat die Freilichtbühne als Veranstaltungsort sehr viel mit meinem kulturellen Verständnis zu tun.“

Mülheims SPD-Vorsitzender Rodion Bakum hatte sich, so erzählt es Bodo Hombach, an diesen Beitrag erinnert und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Bühne in der Corona-Krise Unterstützung brauche. „Rodion Bakum hat mir gesagt, da müsse etwas geschehen“, sagt Hombach – und nachdem Bakum den Antrag bei der Stiftung gestellt hat, sei die Stiftung „bereit gewesen, die Freilichtbühne breit zu unterstützen“.

Freilichtbühne ist bis Anfang 2021 abgesichert

„Ohne die Stiftung wären wir nicht in der Lage gewesen, die digitale Mittwochsreihe zu sichern“, sagt Hans-Uwe Koch. Die Existenz der Freilichtbühne, Ende März noch von der baldigen Insolvenz bedroht, könne nun bis mindestens Anfang nächsten Jahres gesichert werden – auch dank der zahlreichen Spenden aus der Mülheimer Bürgerschaft. „Wir sind froh, dass wir relativ früh mit unserer Not an die Öffentlichkeit gegangen sind.“

Den Reglern sei an einer längeren Zusammenarbeit mit der Brost-Stiftung gelegen. „Wenn man sich ansieht, wen die Stiftung unterstützt, passen wir sehr gut ins Portfolio“, sagt Hans-Uwe Koch. Und auch Rodion Bakum meint: „Mit der Zeit kann die Spendenbereitschaft der Bürger nachlassen. Ich bin zuversichtlich, dass die Brost-Stiftung auf Dauer helfen kann.“

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