Kultur

Mülheim: Live-Stream zu Radikalismus und Widerstand

Ein Online-Streaming-Gespräch mit Inge Ketzer (VVN-BdA) und dem Theaterkollektiv vorschlag:hammer (Gesine Hohmann, Stephan Stock und Kristofer Gudmundsson) aus dem Mülheimer Ringlokschuppen kann man sich am 8. Mai als Live-Stream anschauen.

Ein Online-Streaming-Gespräch mit Inge Ketzer (VVN-BdA) und dem Theaterkollektiv vorschlag:hammer (Gesine Hohmann, Stephan Stock und Kristofer Gudmundsson) aus dem Mülheimer Ringlokschuppen kann man sich am 8. Mai als Live-Stream anschauen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Theaterallianz vier.ruhr streamt am 8. Mai ein Gespräch und einen Vortrag von Künstlern und Antifaschisten. Das Publikum soll mitdiskutieren.

Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Aus diesem Anlass streamt die neue Theaterallianz vier.ruhr (Theater an der Ruhr, Ringlokschuppen, Stücke) am Freitag Statements, Gespräche und Vorträge von Akteuren, Antifaschisten und Künstlern unter dem Titel „Appell: Nie wieder! Widerstand heute!“

Widerstand und Befreiung im Ruhrgebiet

In einem Gespräch des Theaterkollektivs vorschlag:hammer mit Inge Ketzer von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) soll es um Widerstand und Befreiung im Ruhrgebiet gehen. „Es ist ein Nachdenken über Gegenwart und Vergangenheit, über das Erinnern, über Politik und Kunst, Widerstand und Solidarität“, sagt Sebastian Brohn, Dramaturg im Ringlokschuppen. Aber auch die Arbeit des VVN-BdA einerseits und der Performance-Gruppe andererseits soll dargestellt werden.

Das Video ist Ersatz für eine Premiere von vorschlag:hammer. Die Performer wollten am 8. Mai das Stück „Die Frau mit der Seifenkiste - Berichte von Menschen im Widerstand“ auf die Bühne des Ringlokschuppens bringen. Anschauen kann man sich die Diskussion am 8. Mai um 19 Uhr über einen Link auf der Webseite von vier.ruhr.

„Rechte Szene instrumentalisiert Corona-Pandemie“

Im Anschluss (20 Uhr) wird es dann einen Vortrag geben, der ganz aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen in den Fokus nimmt. Max Adelmann, ehemaliger Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, informiert über die rechte Szene im Ruhrgebiet und über Radikalisierung und Strategien während der Corona-Pandemie. „Mittlerweile mischen sich Menschen aus dem rechten und rechtsextremen Spektrum unter die sogenannten Hygienedemos“, nennt Brohn einen Aspekt des Themas. Auch die rechtsextreme Szene im Ruhrgebiet radikalisiere sich zurzeit weiter.

Beim Live-Stream-Publikumsgespräch ab 21.15 Uhr sind dann alle Zuschauer aufgerufen, sich einzubringen und mitzudiskutieren. Inge Ketzer, Max Adelmann und vorschlag:hammer möchten mit ihnen erörtern, wie man rechtsextremen Akteuren und dem gesellschaftlichen Rechtsruck wirksam entgegentreten kann.

Den Link zum Videomeeting findet man auf der Webseite von vier.ruhr

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