Im Schwimmbad verschwimmen die Geschichten

Foto: Herbert Höltgen

 Foto: Herbert Höltgen

Dort, wo normalerweise Kubikmeter von Wasser dümpeln, sitzen Menschen auf Stühlen, stehen Tische und Stehlampen: Das leere Schwimmbad in den blauen Häusern an der Feldstraße 3 in Styrum haben die „Ruhrorter“, das Theater- und Kunstprojekt mit Geflüchteten, mit einer Installation bespielt. Am Samstagabend war Premiere.

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Dort, wo normalerweise Kubikmeter von Wasser dümpeln, sitzen Menschen auf Stühlen, stehen Tische und Stehlampen: Das leere Schwimmbad in den blauen Häusern an der Feldstraße 3 in Styrum haben die „Ruhrorter“, das Theater- und Kunstprojekt mit Geflüchteten, mit einer Installation bespielt. Am Samstagabend war Premiere.

Licht, Sound und Töne lassen das leere Schwimmbad im Keller der blauen Gebäude, in denen heute Mülheimer aus verschiedenen Nationen wohnen, zu neuem Leben erwachen. „Das andere Zimmer“ haben die Ruhrorter unter Regisseur Adem Köstereli, selbst in Styrum aufgewachsen, ihr Projekt genannt. Es soll die Geschichten, Gespräche und Erinnerungen der ehemaligen und jetzt dort lebenden Bewohner miteinander verschwimmen lassen. Geschichten und Erinnerungen aus den verschiedenen Wohnungen, Treppenhäusern und Fluren fließen hier ineinander. Sie münden in einen Ort, der die Stimmen heutiger wie ehemaliger Bewohner gemeinsam erklingen lässt.

Migration seit Generationen

Auf künstlerische und dokumentarische Weise setzt sich die Installation mit der Geschichte des Raumes, der Schwimmhalle und dessen Bedeutung für die Anwohner auseinander und stellt die Frage nach dem Traum eines idealen Wohnens und Lebens. „Die Häuser sind als Geschichtsträger interessant“, sagt Wanja van Suntum, verantwortlich für die Klang- und Rauminstallation. Die Themen Migration, Flucht und Leben – über Generationen hinweg – ließen sich hier in Styrum perfekt darstellen.

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