Nahverkehr-Fusion

Grünes Licht für die neue Ruhrbahn

Gaben sich im Dezember zuversichtlich: Die beiden OBs Thomas Kufen und Ulrich Scholten sowie die Geschäftsführer Uwe Bonan und Michael Feller

Gaben sich im Dezember zuversichtlich: Die beiden OBs Thomas Kufen und Ulrich Scholten sowie die Geschäftsführer Uwe Bonan und Michael Feller

Foto: Stefan Arend

Der Rat stimmt mit großer Mehrheit für die Fusion der Verkehrsbetriebe. Die Erwartungen sind hoch

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Mit großer Mehrheit bei nur wenigen Enthaltungen gab der Stadtrat gestern Abend grünes Licht für die lang diskutierte Fusion zwischen den Nahverkehrsbetrieben von Essen und Mülheim, die heute mit den Unterschriften der beiden Oberbürgermeister Thomas Kufen und Ulrich Scholten in Essen feierlich besiegelt werden soll. Im Aufsichtsrat der künftigen Ruhrbahn wird Mülheim neben Scholten von Wolfgang Michels (CDU) und Daniel Mühlenfeld (SPD) vertreten. Die beiden Männer setzen sich gestern in einer geheimen Kampfabstimmung mit knapper Mehrheit gegen Brigitte Erd von den Grünen durch.

Wiederholt hatte es auf dem Weg Irritationen und Störfeuer aus Essen gegeben. Zuletzt hatte der ehemalige Evag-Geschäftsführer Wolfgang Meyer in einem fünfseitigen Brandbrief vor der Fusion gewarnt, weil sie aus seiner Sicht erhebliche Risiken für die Stadt Essen mit sich bringe, was nicht in ihrem Interesse sein könnte. Jochen Hartmann, Fraktionsvorsitzender der BAMH, nahm den Bericht in dieser Zeitung zum Anlass für eine Nachfrage. Scholten antwortete nur allgemein, ohne den Namen des Kritikers zu nennen: „Da werden Probleme benannt, die keine sind.“ Mit seiner Erwartung traf Hartmann dann wohl den Tenor der breiten Mehrheit. „Wir erhoffen uns von der Fusion eine ganze Menge, ohne genau zu wissen, was unterm Strich in Heller und Pfennig am Ende stehen wird.“ Als Jurist regte er noch an, für Konfliktfälle zwischen den Partnern den üblichen Rechtsweg auszuschließen und eine Schiedsstelle zu bilden, die schneller und effektiver entscheiden könnte als die überlastete Justiz. Scholten und Hendrik Dönnebrink, Leiter der Beteiligungsholding der Stadt, begrüßten diese Anregung.

Zuletzt schien es reibungsloser zu laufen, so konstituierte sich am Mittwoch der gemeinsame Betriebsrat relativ einvernehmlich.

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