Unwetter

Überschwemmungen richten in Mülheim große Schäden an

Überdimensionale Hagelkörner kamen nicht nur in der Mülheimer Innenstadt herunter, wie hier am Dickswall.

Überdimensionale Hagelkörner kamen nicht nur in der Mülheimer Innenstadt herunter, wie hier am Dickswall.

Foto: Kathrin Lyhs

Mülheim.   Nach Gewitter und Wolkenbrüchen ist die Feuerwehr im Dauereinsatz gewesen. Busbahnhof in Richtung Dümpten gesperrt, Wasserschäden im Forum.

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Die Unwetterwarnung war am Dienstagnachmittag noch gemäßigt, dann wurde es in Mülheim gegen 17 Uhr doch sehr ungemütlich. Für die Feuerwehr wurde Vollalarm ausgerufen. Seitdem wurden fast 70 Einsätze gefahren. Insgesamt 126 Kräfte waren stadtweit im Einsatz, darunter zehn Leute verschiedener Hilforganisationen, die den Rettungsdienst unterstützen.

Wie Feuerwehrsprecher Thorsten Drewes erklärt, war vor allem die rechte Ruhrseite betroffen, wo Tiefgaragen und Keller leergepumpt, abgeknickte Bäume und beschädigte Bauteile zu beseitigen waren. Einen großen Wassereinbruch gab es auch in der Realschule Stadtmitte. Verletzt wurde durch das Unwetter aber offenbar niemand.

Straßen wurden zu kniehohen Seen

Aus verschiedenen Stadtteilen berichteten Bürger von heftigen Überschwemmungen: Straßen wurden zu kniehohen Seen, durch die sich Autos quälten. Auch die Polizei wurde ab etwa 16.50 Uhr zu mehreren Einsätzen gerufen, um gefährliche Stellen zu sichern. So stand das Wasser in einer Unterführung am Eppinghofer Bruch etwa einen Meter hoch, hier blieb die Straße bis kurz vor 18 Uhr am Dienstagabend gesperrt.

Besonders stark betroffen war auch die Innenstadt. Der Busbahnhof wurde in Richtung Dümpten wegen Überschwemmungen gesperrt, die Busse fuhren vom Nordeingang ab. Fahrgäste wurden allerdings darauf hingewiesen, dass auf allen Linien wegen der Wetterlage mit Verspätungen zu rechnen sei.

Wasserschäden in mehreren Läden im Forum

Im Forum City gab es erhebliche Wasserschäden in sieben oder acht Geschäften, die daher am frühen Dienstagabend schließen mussten und sicher auch vorerst nicht öffnen können. Betroffen sind Läden im Erdgeschoss wie auch auf der ersten Etage, teilweise fiel die Deckenverkleidung herab, teilweise drang auch Wasser von außen ein. Mitarbeiter der Haustechnik hatten bis in den späten Abend zu tun, um Pfützen aus den Ladenlokalen zu wischen und zu pumpen.

„Die genaue Ursache kennen wir noch nicht“, erklärte Centermanager Daniel Wahle am Abend. „Möglicherweise war es kein Defekt, sondern die Abwasseranlage war einfach durch den Starkregen überfordert.“ Für das Forum, wie auch für viele Privatleute gilt nach dem massiven Frühsommergewitter: Nun muss erst einmal aufgeräumt und der Schaden ermittelt werden. „Die Wetterprognose für die nächsten Tage ist leider ähnlich“, sagt der Centermanager, „wir hoffen, dass es sich nicht wiederholt. so etwas braucht kein Mensch.“

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