Unternehmen

Familienbetrieb Gothe muss nach 96 Jahren schließen

Die Unternehmerin Heike Gothe  hatte mit ihren Kindern und Unternehmensnachfolgern Jan und Hanna Gothe alles daran gesetzt, das Unternehmen zu erhalten.

Die Unternehmerin Heike Gothe hatte mit ihren Kindern und Unternehmensnachfolgern Jan und Hanna Gothe alles daran gesetzt, das Unternehmen zu erhalten.

Foto: Volker Hartmann

Mülheim.   Mit dem Unternehmen Gothe Elektroapparatebau muss ein traditionsreicher Familienbetrieb im Mai 2019 schließen. 23 Mitarbeiter sind betroffen.

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Das Unternehmen Gothe Elektroapparatebau GmbH schließt nach 96 Jahren. Im Mai des kommenden Jahres endet damit die Geschichte des Familienunternehmens in Heißen. 23 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Die Folgen der Energiewende und das Ende des Steinkohlebergbaus führt die Unternehmensleitung als Gründe für die Schließung an.

„Wir haben für unseren Betrieb mit vollem Einsatz gekämpft, deswegen ist die Entscheidung zur Stilllegung ein unglaublich schmerzhafter Schritt. Für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tut es mir sehr leid“, erklärte Geschäftsführerin Heike Gothe, die vor Jahren nach dem Tod ihres Mannes die betriebliche Leitung übernommen hatte. Das Unternehmen werde in den nächsten sieben Monaten die Mitarbeiter dabei unterstützen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, heißt es.

Unternehmen ist Zulieferer im Steinkohlebergbau

Heike Gothe hatte alles getan, um auch mit ihren Kindern den Betrieb zu erhalten. Das Unternehmen ist Zulieferer im Steinkohlebergbau sowie im Braunkohletagebau. „Die jüngsten Ereignisse rund um den Hambacher Forst haben vor Augen geführt, wie sehr sich die Rahmenbedingungen auf dem Markt verändert haben“, so die Geschäftsführerin.

Frühzeitig hatte Gothe versucht, neue Märkte zu erschließen, etwa bei der Erdgas- und Erdölförderung oder bei der Landstromversorgung. Doch auch hier kam es zu unerwarteten Marktveränderungen. Gothe galt technologisch mit führend in seinem Segment.

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