Nahverkehr

Fahrgäste ärgern  sich  über verpasste Anschlüsse

Niederflurbahn auf der Strecke zum Hauptfriedhof.

Niederflurbahn auf der Strecke zum Hauptfriedhof.

Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Die MBI kritisieren, dass Busse der Linie 130 am Hauptfriedhof abfahren, obwohl nicht alle Kunden umgestiegen sind. Gebehinderte im Nachhteil.

Das Kappen der Straßenbahn auf dem Flughafenast hat die Bezirksregierung Düsseldorf bis heute nicht genehmigt. Trotzdem verbindet seit sechs Jahren die Buslinie 130 über Haarzopf den Hauptfriedhof mit dem Rhein-Ruhr-Zentrum. Seither reißen Beschwerden über schlechtes Umsteigemöglichkeiten und verpasste Anschlüsse der Fahrgäste nicht ab. Sie sehnen sich nach der Straßenbahn zurück. Die MBI (Mülheimer Bürger-Initiativen) machten daraus eine Anfrage im Mobilitätsausschuss.

Der Ruhrbahn seien „solche Beschwerden nicht bekannt“, heißt es in einer Antwort des Nahverkehrsbetriebes. Wegen der selten funktionierenden Anschlüsse sind einige Bewohner der Flughafensiedlung frustriert auf das Auto umgestiegen. „Auf gute Anschlüsse kann man sich nicht verlassen“, bestätigt ein Senior am Hauptfriedhof. Er ist gehbehindert. Als er aus der Straßenbahn ausgestiegen ist, sieht er vom Bus, der ihn zur Windmühlenstraße bringen soll, nichts mehr.

Fast 30 Minuten auf den nächsten Anschlussbus warten

„Ärgerlich ist das an Samstagen oder Sonntagen, wenn man fast 30 Minuten auf den nächsten Anschlussbus warten muss“, sagt Gerd-Wilhelm Scholl von den MBI. An anderen Tagen seien es fast 20 Minuten. „Warum wartet der 130er nicht, bis alle Umsteiger das Fahrzeug erreicht haben? Brauchen sich Sub-Unternehmer, die im Auftrag der Ruhrbahn fahren, nicht an die Vorgaben zu halten?“, fragten die MBI weiter.

Am Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) klappten die Übergänge von der Linie U18 zur Buslinie 130 auch nicht immer. „Warum gibt es bei Verspätungen der U 18 keine Meldung darüber an den Fahrer der Linie 130, den Anschluss abzuwarten. Bei den wenigen Zusteigern zwischen RRZ und Schlingmannsweg ist der Bus an der Haltestelle Erbach wieder im Plan“, argumentiert die MBI.

Vorgaben gelten auch für Subunternehmer

„Am Hauptfriedhof halten Straßenbahnen der Linien 104 und 112 sowie die Busse der Linie 130 an unterschiedlichen Haltepunkten. Im Regelfall wird auf Anschlussfahrgäste geachtet und Rücksicht genommen. Das Verhalten an Anschlusshaltestellen und weitere Vorgaben der Ruhrbahn gelten selbstverständlich auch für Subunternehmer“, antwortet die Ruhrbahn.

Am Rhein-Ruhr-Zentrum könne der 130er nicht auf die U 18 warten. Die Buslinie sei mit weiteren Linien in Essen-Haarzopf und am Hauptfriedhof verknüpft – zur Bildung von Anschlussmöglichkeiten. Eine verspätete Abfahrt des 130ers sei zu vermeiden und eine Fahrzeitverschiebung aktuell nicht möglich. Der 130er sei Zubringer zum RRZ, weniger Anschluss zur U18.

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