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Die Gebrüder-Grimm-Schule in Styrum wird erheblich teurer

Der Ausbau und die Sanierung des Komplexes der Brüder-Grimm

Foto: Oliver Müller

Der Ausbau und die Sanierung des Komplexes der Brüder-Grimm Foto: Oliver Müller

Mülheim.   Für Gebäudesanierung und Neubauten an der Zastrowstraße muss Stadt 4,2 Mio Euro mehr ausgeben. Ursache: Schlechte Bausubstanz und Schadstoffe.

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Um glatte 4,2 Millionen Euro verteuert sich die Sanierung und der Ausbau der Gebrüder-Grimm-Schule. Nachdem Baustatiker die Gebäudesubstanzen an der Zatrowstraße geprüft hatten, stellte sich heraus, dass im Mauerwerk Schadstoffe lagern, die für dem Umbau gebunden und entsorgt werden müssen. Auch die Sanierung ist nicht mehr zum 2014 pauschal kalkulierten Preis zu haben, steht in einem Bericht des städtischen Immobilienservices.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung 2 diskutierten erst gar nicht über die im ein Drittel höheren Kosten. Sie hatten vor drei Jahren dem neuen Konzept für die Gebrüder-Grimm-Schule zugestimmt und den Beschluss mit dem Rat gefasst. „Jetzt soll das auch verwirklicht werden“, hieß es im Ortsparlament. Ursprünglich gingen die Bauplaner von 9,33 Millionen Euro aus. Jetzt muss der Kämmerer 13,535 Millionen Euro zahlen.

Eine vierzügige Grundschule sollte entstehen

Nach einer EU-weiten Ausschreibung bekam in 2014 ein Generalplaner den Auftrag, Ausbauvorschläge für den Schulstandort Zastrowstraße zu entwickeln. Es sollte eine vierzügige Grundschule entstehen. Vier Grundvarianten wurden entworfen. Danach entschieden sich Bildungsausschuss und Bezirksvertretung 2 für die Umsetzung des Münchener Lernhauskonzeptes. Dafür sollen Gebäude der ehemaligen evangelischen Schule, der ehemaligen katholischen Schule samt der Kindertagesstätte Albertstraße zu einem Baukörper zusammenwachsen.

Die ersten Kalkulationen des Immobilienservices für Brandschutz, Sanierung und Neubaukosten lagen bei 8,7 Millionen Euro. Die Einrichtung einer Ausgabeküche sollte 130 000 Euro kosten. Für die Grundsanierung der Turnhalle waren 500 000 eingeplant.

Bestehende Gebäude sollen grundsaniert werden

Nach Prüfung der Gebäudesubstanz sind diese Kalkulationen Makulatur. „Man weiß nie, was in einer Mauer steckt. So lange keine Wand angebohrt und geöffnet wird, passiert nichts, weil die Schadstoffe eingekapselt bleiben“, hat Frank Buchwald, Leiter des Immobilienservices den Politikern bereits mehrfach erläutert. Um Kinder und die am Bau arbeitenden Leute nicht zu gefährden, müssten die gefundenen Schadstoffe erst entsorgt werden, „was erhebliche Zusatzkosten beinhaltet“.

Gutachter habe mehr Mängel als erwartet ermittelt

Neben einigen Neubauteilen und Umbauten sollen die bestehenden Gebäude grundsaniert werden. „Die im alten Baubeschluss aufgeführte Grundsanierung der Turnhalle ist mit den damals nur pauschal kalkulierten Kosten nicht realisierbar“, steht im neuen Kostenplan. Der Gutachter habe bei der Bestandsaufnahme mehr Mängel als erwartet ermittelt, die beseitigt werden müssten. Dadurch steigen die Kosten für die Halle auf fast das Vierfache an.

Bei der Kücheneinrichtung haben die Architekten dagegen knapp die Hälfte der einst vorgesehenen 130 000 Euro abgespeckt. Im Haushalt für 2018, falls der Rat ihn noch genehmigt, sind die Mehrkosten bereits berücksichtigt.

<<< NEUE KALKULATION DER SANIERUNGSKOSTEN

Für die Sanierung der Gebrüder-Grimm-Schule an der Zastrowstraße gilt jetzt folgender Kostenrahmen: Sanierung und Ausbau einschließlich Bauteiluntersuchung/-sanierung, Entsorgung: 11,6 Millionen Euro.


Kücheneinrichtung (Ausgabeküche): 75 000 Euro. Grundsanierung Turnhalle 1,86 Millionen Euro. Projektkosten insgesamt: 13,535 Millionen Euro

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